Mittwoch, 6. August 2008
Laut Angaben der Sprecherin der EU Verbraucherschutz-Kommision sollen in Bälde nur noch Zigaretten verkauft werden, die, wenn nicht daran gezogen wird, nach gewisser Zeit von selbst ausgehen.
Dadurch soll die Gefahr der durch brennende Kippen entstehenden Brände minimiert werden.
Erreicht werden soll der Effekt durch Ringe aus Zellulose oder Alginat, die auf die Zigaretten aufgespritzt werden. Erreicht die Glut solch einen Ring ohne das aktiv an der Zigarette gezogen wird, erlischt sie von selbst.
Meine Meinung dazu:
Das ist sicher eine gute Idee. Jedoch ist schon seit langem Zigarettenpapier auf dem Markt, das durch seine Eigenschaften (dünner, weniger Papiergehalt) diesen Effekt ebenfalls bewirkt: wird längere Zeit nicht an der Zigarette gezogen geht sie ebenfalls aus.
Desweiteren brennt die Zigarette mit diesem Papier insgesamt langsamer, qualmt weniger, der Tabak wird effektiver verbrannt.
Der Raucher müsste in Folge dessen weniger Zigaretten rauchen. Das wiederum ist, verständlicherweise, nicht im Sinne der Hersteller. Nur so ein Gedanke…
Dienstag, 5. August 2008
Es ist schon wirklich unglaublich: gerade die Telekom pusht den HD-Hype. Und das noch dazu über das Medium Internet.
Das Internet
Wir leben in einer Zeit, in der sehr viele Haushalte über einen Internet-Anschluss verfügen. Das war’s aber auch schon soweit zu dem Thema.
Denn:
Es gibt noch fast genauso viele Haushalte, die entweder
- gar keinen Internetanschluss haben
- per ISDN, DSL-Light oder Analog-Modem (ja, auch das gibt es noch) ins Internet gehen
Mit anderen Worten: von einer flächendeckenden High-Speed Internet-Verfügbarkeit kann noch lange nicht die Rede sein.
Die sogenannten ‘Power-User’ nutzen das Internet intensivst - so stark dass die Provider sogar irgendwann anfangen mussten, die Bandbreiten zu begrenzen.
Die Upload-Geschwindigkeit ist ja traditionell wesentlich geringer als der Download. Wäre das nicht so, hätten die Provider schon vor Jahren massivste Probleme bekommen.
Mit anderen Worten: die Leitungskapazitäten sind keineswegs so gut ausgebaut, dass man flächendeckend High-Speed Anschlüsse anbieten könnte.
Das Fernsehen
Wir haben:
- vielleicht 25% der Haushalte, die mittlerweile einen Widescreen LCD-Fernseher besitzen. Alle anderen schauen noch in einen Röhrenfernseher mit 50Hz, 4:3 Format und reduzierter PAL-Auflösung
- immer mehr Filme im HD-Format, jedoch besitzen nicht mal 50% der Haushalte HD-Video Abspielgeräte oder Empfänger.
Die Telekom hat sich dennoch dazu entschlossen, HD Video über das Internet anzubieten.
Das besonders traurige daran ist, dass sie es nicht in den Griff bekommen (können).
Man muss sich das mal vorstellen:
die gleiche Firma, die noch vor ein paar Jahren den Internet-Spielern ein Feature namens ‘Fastpath’ verweigerte und sich auf die höhere Fehleranfälligkeit der Datenübertragung berief, bietet heute HD Streaming Anschlüsse an, die nicht sauber funktionieren.
Weil sie es gar nicht können! Warum?
Nun, zum einen hat die Telekom in Fernost Mediacenter-Geräte eingekauft, und mit eigener Software bespielt. Leider (oder eigentlich muss man sagen: wie zu erwarten), nutzt die von der Telekom installierte Software nicht alle Funktionen der Boxen.
Um genau zu sein, gab und gibt es Probleme an allen Ecken und Enden. Man lese sich nur mal durch Foren wie diesem hier.
Nicht nur dass wir hier von einer benötigten Downstream-Bandbreite von über 28MBit sprechen.
Die dazu benötigten schnellen VDSL-Anschlüsse kosten noch sehr viel Geld, sind instabil und nur in Ballungsgebieten verfügbar.
Auch noch ein weiterer Faktor kommt hinzu.
Die Internet-Anschlüsse werden heutzutage für immer mehr Dinge genutzt (Telefonieren/Voice over IP, Musik und Video-Streaming, Filesharing, Instant Messaging, solche Dinge wie VPN und Heimarbeitsplatz und natürlich exzessives Surfen. Und das natürlich von mehreren Nutzern gleichzeitig (Familie, WG).
Da frage ich mich, wie soll es vernünftig möglich sein, auch noch das Fernsehen dem Medium Internet aufzubürden?
Die Familie in oben genanntem Beispiel wird sicher nicht die Möglichkeit haben, Aussetzer-frei über das Internet fernzusehen. Selbst mit VDSL, da ja schon alleine das HD-TV die hohe Bandbreite benötigt.
Eine Aussage eines Telekom-Techniker lautete, das WLAN für HD-TV nicht ausreichen würde.
Von was sprach der? 54 oder sogar 108MBit reichen nicht aus?
Wie auch immer. Ich fände es wesentlich sinnvoller, an vernünftiger (Hardware-) Komprimierung zu arbeiten um bei geringerer Bandbreite immer noch ausreichend Qualität zu liefern, oder einfach das Fernsehen im Kabel und der Luft zu lassen.
Man muss doch nicht alles erzwingen, um seine (vermeintliche) Fortschrittlichkeit zu demonstrieren und am Markt zu bleiben.
Vor allem, wenn man einfach nicht das technische Know-How dafür besitzt.
Samstag, 2. August 2008
Ende der 80er Jahre bin ich zusammen mit ein paar Freunden ins elektronische Musizieren eingestiegen.
Nach mittlerweile 15 Jahren bin ich nun dabei, mich komplett von externer Sound-Hardware zu verabschieden. Hier mal ein kleiner Rückblick auf die Geräte welche ich besaß bzw. meine Hände drauf hatte.
Ausschlaggebend für diesen Anflug von Nostalgie war eine Webseite, die ich zufällig entdeckt habe: der Vintage Synth Explorer.
Hier also die Liste, leider nicht in chronologischer Reihenfolge (so genau kann ich mich nicht mehr erinnern):
- Alesis SR-16 (Drumcomputer mit 16/18 Bit Auflösung und 12 Drumpads)
- Alesis Quadrasynth (88 Tasten Keyboard mit Sample-basierender additiver Synthese)
- Casio VZ-1 (61 Tasten Keyboard mit digitaler Additiver Synthese)
- Casio FZ-10 M (Digital Sampler)
- E-mu ESI4000 (Digital Sampler)
- E-mu Planet Phatt (Sample-basierender Rack-Synth)
- E-mu Vintage Keys (Sample-basierender Rack-Synth)
- Ensoniq SQR-Plus (Sample-basierender Rack-Synth)
- Ensoniq ESQ-M (Digital Waveform Synth mit analogen Filtern)
- Ensoniq EPS-16+ (Sampling Workstation)
- Kawai K3 (Digital Waveform Synth mit analogen Filtern)
- Korg Electribe ES-1 (Drum-Synthesizer mit Sampling Option)
- Marion Prosynth (8-stimmiger analoger Rack-Synth)
- Novation Bass Station (monophoner Analog-Synth)
- Roland D-20 (Digital Synthesizer)
- Waldorf Microwave (Digital Synth mit analogen Filtern)
- Waldorf Pulse (monophoner Analog-Synthesizer)
So sah mein Rack Ende 2005 aus:

Mittlerweile besitze ich nur noch die Korg Electribe ES-1 sowie das Casio VZ-1 Keyboard.
Ich verwende also nur noch den PC zum Musizieren. Wobei ich trotzdem immer noch den Fostex Mixer, die zwei Alesis Effektgeräte, sowie den Behringer Kompressor im Einsatz habe.
Die Korg ES-1 habe ich übrigens gerade bei Ebay eingestellt:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=150278384673
Montag, 14. Juli 2008
Nachdem ich nun einige Zeit recherchiert hatte, endete ich dann, wie schon angedeutet, bei einer Creative Karte.
Die Audigy2-Serie bietet den bestmöglichen Klang für’s Geld. Soviel steht fest.
Ich habe mich dann doch nicht für die Audigy2 Platinum entschieden, da ich eigentlich keine externe Box möchte, die wieder eine eigene Stromversorgung benötigt. Ausserdem besitzt diese Box zwar Chinch-Eingänge, aber die Ausgänge müssen auch hier von den Miniklinken der Soundkarte abgegriffen werden.
Deshalb ist es eine Audigy2 Value geworden. Die Karte an sich unterscheidet sich von der Vollversion lediglich durch das Fehlen des Firewire-Interface und der vergoldeten Buchsen. Der Soundchip ist derselbe.
Um die digitalen Anschlüsse (koaxial und optisch) zu bekommen, habe ich mir die Digital I/O Erweiterung bestellt, die leider mit 39,- € zu Buche schlug.
Die Karte wird unter Linux (Ubuntu) sofort problemlos erkannt und eingebunden.
Im ALSA-Mixer findet man dann einige Controls, die anfangs etwas verwirren.
Die Logik ist eine etwas andere, als bei den meisten anderen Soundkarten.

- der Master-Regler z.B. kennt kein Links und Rechts. Sprich, er ist vom Control her Mono ausgeführt.
Daher musste ich mein Skript für die Lautstärkereglung per Fernbedienung umschreiben.
- der Digital-Eingang (IEC958) ist regelbar. Bisher kannte ich das nicht, üblich ist sonst lediglich ‘Mute’ und ‘Unmute’
Einerseits ist das praktisch, andererseits fragt man sich wie das technisch gelöst wurde. Ein digitales Signal kann normalerweise nicht vom Level her verändert werden. Also muss es durch eine Konvertierung laufen.
- das Front-Signal lässt sich leider nicht hardwareseitig auf die Rear-Speaker duplizieren, die Funktion ‘duplicate front’ ist nicht im ALSA-Mixer zu finden.
- der Level des Digital-Ausgang ist fest mit dem globalen Ausgangssignal ‘verdrahtet’. Der Pegel ist also nicht fix, sondern entspricht dem des analogen Ausgangs-Level.
Das ist allerdings ein Problem. Im Normalfall schliesst man z.B. ein Surround-System oder einen Digital-Verstärker per Digitalausgang an. Diese Geräte haben aber eh alle eine eigene Lautstärkeregelung. Wozu als den Ausgang der Karte regeln. Das macht es z.B. nahezu unmöglich, einerseits über analoge Verbindung Aktivlautsprecher anzuschliessen und parallel dazu am Digitalausgang z.B. ein Surround-System.
Analoges und digitales Ausgangssignal lassen sich einfach nicht unabhängig regeln. Und das macht den Digitalausgang quasi nutzlos. Es sei denn, man verwendet ihn ausschließlich.
Dasselbe Problem dürfte auch bei der externen Box der Platinum Version existieren.
Da ich aber unabhängige Digital- und Analog-Ausgänge benötige, habe ich noch zusätzlich eine Terratec Karte eingebaut.
Dafür habe ich dann über die Datei .asoundrc ein virtuelles ALSA PCM-Interface erstellt, welches das Wave-Signal auf die zweite Karte dupliziert. Das funktioniert sogar ohne Zeitversatz, wie es bei einer einzelnen Soundkarte der Fall wäre.
So sieht nun übrigens die ‘Verschaltung’ des Ganzen hier aus:

Im Nachhinein denke ich mir schon, warum habe ich mir nicht irgend so ein semi-professionelles Interface mit Chinch-Anschlüssen geholt? Nunja, dann hätte ich aber wieder keinen Hardware-Mixer (ALSA) zur Verfügung, und müsste mit ‘Sound-Daemons’ arbeiten.
Fazit: die SoundBlaster Audigy2 ist die günstigste und klanglich beste Möglichkeit, den Linux-PC ressourcen-schonend zum MediaCenter zu machen. Allerdings ist der Digital-Ausgang nur eingeschränkt nutzbar, ohne die Digital I/O Erweiterung hat man nur die Möglichkeit ein Boxensystem von Creative digital anzuschliessen.
Wer sich für die Platinum-Version mit externer Box entscheidet, erhält zusätzlich etliche Eingänge, einen regelbaren Kopfhörer-Ausgang, S/PDIF und Firewire-Schnittstellen. Allerdings hat man dann auch wieder einen weiteren Stromverbraucher auf dem Tisch stehen.
Donnerstag, 3. Juli 2008
Jetzt suche ich schon seit einigen Wochen nach der optimalen Soundkarte, die mir unter Linux (ALSA Treiber) bestimmte Features bieten sollte, auf die ich gleich eingehen werde.
Folgendes Szenario:
An die Karte soll ein Paar Aktivboxen älterer Bauart (Grundig Super HIFI Aktiv-Box 20) direkt angeschlossen werden.
Die Master-Lautstärke, die an die Aktivboxen ausgegeben wird, regelt man über das ALSA Master Mixer Control, welches per Fernbedienung (lirc) angesteuert werden kann.
Sprich, man spart sich jeglichen Verstärker und kann somit die Gesamtlautstärke des Systems per Fernbedienung steuern. Das funktioniert auch soweit.
Nun ist es ein Unding, dass die meisten Soundkarten nur per 3.5mm Miniklinke mit der Aussenwelt kommunizieren können (abgesehen von digitalen Ausgängen, die aber wiederum nicht regelbar sind).
Hier kommen also diese Adapter von Klinke auf Cinch zum Tragen, mit denen jedoch eine Signalverschlechterung sowie die Tatsache des Platzproblems bezüglich der Abstände der Klinkenbuchsen einhergeht.
Desweiteren kommt hier zum Tragen, dass die meisten Soundkarten, die mit diesen Miniklinken Ausgängen versehen sind, nicht wirklich audiophil sind, sprich, deren Signal-Rauschabstand sowie Klirrfaktor ist eigentlich nicht wirklich hochwertig.
Desweiteren soll die Karte Hardware-Mixing können, also ohne weitere Software in der Lage sein, mehrere Soundquellen gleichzeitig auszugeben.
Ausserdem wäre es schön, wenn die Karte ein zweites Ausgangs-Paar besitzen würde, um bei Bedarf ein weiteres Paar Lautsprecher ansteuern zu können (’duplicate front’. Beispiel: ein Paar im Wohnzimmer, ein weiteres im Schlafzimmer. Das Ausgangssignal soll also auf beide Ausgänge dupliziert werden können.
Ein weiterer Faktor ist, dass die Karte einen analogen Line-Eingang besitzen soll, was ja in der Regel gegeben ist. Dieser sollte aber ebenfalls in Form von Cinch Anschlüssen vorhanden sein, um Geräte wie externe Mischpulte oder Tape-Decks usw. ohne Umwege anschliessen zu können.
Dazu kommt dann noch der Bedarf eines optischen S/PDIF Eingangs, zum Abgreifen des Digital-Anschlusses einer Spielkonsole oder eines digitalen Abspielgeräts wie z.B. DVD- oder MD-Player.
So, das war’s schon
So sieht das Szenario also aus.
Nochmal die Anforderungen zusammengefasst:
- Line-Ausgang in Form von Cinch-Buchsen
- zweiter Line-Ausgang, der bei Bedarf dasselbe Signal wie der erste liefert
- Line-Eingang in Form von Cinch-Buchsen
- Hardware-Mixer
- S/PDIF Eingang
Leider stösst man hier auf etliche Probleme.
Die besten Ergebnisse, was die technischen Möglichkeiten angeht, hatte ich bisher mit 2 Terratec-Soundkarten: DMX XFire 1024 (leider keinen optischen Eingang) und SixPack 5.1 (leider keine Duplizierung auf den 2ten Line-Ausgang, dies kann nur per Software-Routing erreicht werden, was CPU-Last kostet)
Beide Karten unterstützen dafür allerdings Hardware-Mixing.
In Betracht kommen dann noch diverse Creative-Karten, wie z.B. die Audigy und Live-Serie. Diese besitzen aber keine optischen Eingänge, und die Line-Anschlüsse sind natürlich wieder als 3.5mm Miniklinken ausgeführt.
Dann gibt es noch diverse semi-professionelle Audiokarten mit Cinch-Anschlüssen, wie die Midiman Audiophile 24/96 (kein Hardware-Mixer Support), Echo Mia (kein optischer Eingang, nur 1 Cinch Ausgangs-Paar), Terratec EWX 24/96 (kein Hardware-Mixer Support) usw.
Selbst die Platinum-Varianten der Creative Audigy-Karten, welche eine Breakout-Box mit etlichen Anschlüssen beeinhalten, besitzen leider keine Cinch-Ausgänge, dafür aber Hardware-Mixer Support und optische S/PDIF Anschlüsse.
Fazit: Es ist also ziemlich verzwickt. Ich glaube die Karte die ich suche, gibt es leider noch nicht.
NetAndif - 29.04.2008 - 02:29:16
Ubuntu 7.1 mit Gnome, Avant Window Navigator und GKrellm.