Dass die ‘Online-Hilfe’ von MS Office 2003 bereits ungefragt ins Internet geht, um Hilfe-Inhalte von Microsoft-Servern abzurufen, hatte ich schon vor längerem festgestellt. Die Verwendung eines Proxy-Server für den Internet-Zugang hat es deutlich gemacht: Sobald man die Hilfe-Funktion konsultiert, wird man zur Anmeldung am Proxy aufgefordert. Bricht man die Anmeldung ab, gelangt man in den normalen ‘Offline’ Modus der Office-Hilfefunktion. Viele merken diesen Vorgang wahrscheinlich nicht mal, da sie über einen Router online sind.
Laut einem Bericht auf heise.de wurde nun in Office 2007 festgestellt, dass nicht nur die Hilfe-Funktion online geht, sondern dass noch weitere Anfragen ins Internet ‘rausgehen’. Es wird berichtet, dass ungefragt ein Cookie bei dem Betreiber von Online-Statistiken ‘Webtrends’ gesetzt wird. Das Absetzen dieser Cookies umgeht anscheinend sogar die Einstellungen des Internet-Explorers, der ja nicht nur mit Windows sondern auch mit MS Office ‘verzahnt’ ist.
Ich kann nur jedem empfehlen, mal einen Proxy zu verwenden, oder seine Firwall mal genauer zu beobachten. Erst dann wird einem bewusst, wie tief die IE-Engine im System verankert ist. Wenn man dann von solchen ungefragten Datenübertragungen wie die bei Office 2007 hört, entwickeln sich wirklich Bedenken darüber was Microsoft noch so alles in seine zukünftigen Produkte einbauen wird.
Bisher hatte ich eigentlich immer noch ein gewisses Vertrauen dass der Marktführer im Bereich Betriebssystem und Office-Software es sich nicht leisten kann, des Ausspionierens identifiziert zu werden...