oder doch lieber nicht? Kämpfe gerade mit dieser Überlegung.
Warum?
Weil mein neues Smartphone eine wunderschöne Software-Suite mitbringt, welche leider nicht unter Linux läuft.
Aber so leicht wollte ich natürlich nicht aufgeben.
Da ich unter Linux mit Evolution arbeite, welches sich wunderbar mit Palm Smartphones syncronisieren lässt, hatte ich da natürlich bisher kein Problem. Nun ist aber das neue halt kein Palm mehr.
Ich dachte eigentlich, dass es ohne weiteres machbar sein müsste, ein Symbian OS Smartphone mit Linux zu syncronisieren. Pustekuchen!
Es existieren Ansätze, ja. Zum Beispiel gibt es eine Anleitung, wie man per Bluetooth und dem Standard ‘SyncML’ auf eine entsprechende Server-Anwendung zurückgreift, und diese dann Wiederum auch mit Evolution ‘sprechen lässt’.
Auch per USB wäre es im Prinzip möglich, über diesen SyncML Standard zu syncen. Dafür gibt es allerdings keine Anleitung.
Desweiteren ist ein Kommandozeilen-Tool ‘msync’ verfügbar, und dann gibt es noch das Paket ‘opensync’, für das auch ein Plugin für Evolution existiert.
Ein paar Möglichkeiten also, die aber alle erstmal konfiguriert werden müssen. Nein, da heisst es nicht einfach ‘setup.exe ausführen und Gerät einstecken wenn man dazu aufgefordert wird’.
Naja, soweit so gut. Beinahe hätte ich aber eine Lösung hinbekommen.
Doch dann wurde mir ein Strich durch die Rechnung gemacht:
Beim Einstecken meines Smartphones und Aktivieren der USB-Verbindung bekomme ich einen Kernel-Fehler und der komplette USB-Stack verabschiedet sich.
Puhh! Unschöne Sache. Ein Googlen nach dem Problem ergab zwar das Linux Kernel < 2.18 da ein Problem hätten. Aber leider habe ich ja bereits einen 2.18.x Kernel. Also entweder hat dieser dennoch den Bug, oder es existiert hier ein anderes Problem (Chipsatz o.ä.)
Also was machen?
Kernel upgraden?
Bluetooth Interface einbauen?
Nach langem Grübeln ist mir dann noch eine andere Idee gekommen.
Ich könnte doch weg gehen von dem lokalen ‘Syncen’ hin zu einer eher Lokations-unabhängigen Variante.
Sprich: ich synce nur noch mit Netzwerk- oder Internet-Servern.
Ein Ansatz dazu ist, auf einen Exchange Server zuzugreifen. Zuhause per WLAN über das Internet, in der Arbeit über WLAN und direktes Netz, und unterwegs über UMTS.
Dadurch hätte ich immer Zugriff auf ein und denselben Kontakt- und Email-Bestand. Kein Syncen wäre mehr nötig.
Zuhause würde ich dann auch auf das Exchange Konto zugreifen. Der Nachteil dabei ist allerdings, dass ich dann auch meine privaten Kontakte und Emails auf dem Firmenserver hätte. Ob ich diesen Schritt wagen will, bin ich momentan noch ziemlich unsicher...
Eine weitere Variante bestünde darin, einen im Internet stehenden Server mit einer Kommunikations-Lösung wie z.B. eGroupware oder PHProjekt zu verwenden.
Diese Web-Portale bieten mittlerweile recht gute Funktionalität, was die Verbindung mit allen möglichen Email-Standards sowie mobilen Geräten betrifft.
Naja, mal kurz gesagt: all das ist eine scheiss Arbeit.
Die Alternative dazu: Windows booten - Nokia PCSuite installieren - syncen, Anwendungen installieren usw.
(und die viele Arbeit die man sich mit Linux gemacht hat eben als Erfahrung verbuchen...;-))
Das Einzige Problem dabei dann noch: die Emails von Evolution/Linux wieder zurück nach Outlook/Windows zu bekommen ist eine scheiss Arbeit...
Ja, das stimmt wohl. Das ist auch immer mein Problem. Ansatzweise würde ja delicious oder google mail abhilfe schaffen. Aber das sind auch immer nur Mosaiksteinchen vom Großen. Viele Web 2.0 Services die jeweils nur nen kleinen Teil händeln. Ich sag nur: Der Zukunft gehört “Unified Messaging”. Ist sowieo grad der Hype und da tut sich auch was. SpeechServer von MS, Avaya bringt das Unified Messaging Center und alle anderen Communication Integration Provider / Hoster gehn auch in die Richtung. Hatte da kürzlich ne Präsentation, echt cool. Eine Nummer für alles. “Presence” ist auch son tolles Schlagwort.
, Cheerio, mimo
Mei, derzeit isses halt noch etwas mau, aber ich glaub in ein paar Jahren haben wir die ganze SmartPhone, Laptop, Handy Device Mischerei und Syncerei in den Griff bekommen. Hoffe ich doch mal. Was dann allerdings die Privatsphäre macht ist eine andere Geschichte
Kommentar by mimo — Dienstag, 25. September 2007 @ 10:30
ja, hi,
aber wegen einem Handy zurück zu Windows? Wie siehts mit ner emulation aus? Oje, das darfsch ned weitererzählen..
Aber warum kaufst du dir denn nicht n Handy, das sich mit linux synchronisieren lässt? Das versteh ich nicht ganz.. - Du kaufst ja auch keinen Mercedes, nur weil du Winterreifen dafür hast...
schönen Gruß - alex
Kommentar by alex — Samstag, 6. Oktober 2007 @ 20:04
Ja ok. Also ich verstehe Dein Argument schon.
Naja, das Ganze war eben ein Experiment.
Ich wollte meine ‘Arbeitsumgebung’ die ich mir unter Windows eingerichtet hatte, weitestgehend unter Linux nachbilden.
Und zwar so, dass es jederzeit reproduzierbar ist.
Bis zu einem gewissen Grad hat das auch geklappt.
Zum Thema Handy bzw. Smartphone muss ich sagen, dass ich da ganz bestimmte Vorstellungen habe und ein Handy nicht nur ein Mobiltelefon für mich ist. Das Nokia E61 hat einfach zu 99.9% meiner Vorstellung eines Smartphones entsprochen. Deshalb habe ich es mir ausgesucht.
Womöglich wäre die Geschichte sogar auch unter Linux zum Laufen zu bringen. Aber ich habe einfach keine Lust mehr gehabt, etliche Stunden in Problemlösungen zu investieren. Das tu ich in der Arbeit schon zur genüge. Irgendwann muss auch mal Schluss sein, und Zeit für die Nutzung und nicht mehr nur für die Konfiguration.
In einer Emulation? Hm, unter Wine klappt ein Sync über USB wohl eher nicht.
Klar, ich hätte auch ne virtuelle Maschine installieren können. Aber ständig ein ‘OS im OS’ laufen zu haben, finde ich auch irgendwie doof.
Dies alles, und die Tatsache dass ich in vielen Punkten nach wie vor Outlook als das beste Mail- und PIM-Programm sehe hat dazu geführt dass ich mich von dem guten Linux auf meinem Desktop wieder getrennt habe.
LG,
Andy
Kommentar by Andy — Samstag, 6. Oktober 2007 @ 21:11