Dienstag, 25. März 2008
Mal ein ganz anderer Gedanke. Über die englische Sprache, die ja in der heutigen Welt sehr vielen geläufig ist.
Nach Jahren des Umgangs mit dieser Sprache in Schrift und (etwas) Wort, ist mir ein Phänomen aufgefallen, das eigentlich recht signifikant ist wenn man mal darüber nachdenkt.
In der deutschen Sprache würde man z.B. zu einer Gruppe von Leuten sagen: “darf ich sie etwas fragen?” oder, falls es Freunde oder Bekannte sind, “darf ich euch etwas fragen?”.
Welche Worte würde man in der englischen Sprache an dieser Stelle wählen?
Nun, falls es formell ist: “may i ask you something?”
Und ansonsten ebenfalls: “may i ask you something?”
Es lässt sich also im englischen nicht zwischen ‘Du’ und ‘ihr’ unterscheiden.
Eigentlich ziemlich albern, oder?
Ein paar Nachforschungen haben ergeben, dass es bis um das 16. Jahrhundert für die singulare und plurale zweite Person in der englischen Sprache noch Wörter gab: thou und thee
Diese Varianten sind heute vor allem noch in Bibel-Übersetzungen oder literarischen Werken aus dieser Zeit zu finden. Wobei sie in einigen Dialekten Englands und Schottlands, teilweise abgewandelt, noch Verwendung finden. Das geht soweit, dass in dem Dialekt Shetlandic sogar das Wort du als Bezeichner für die singulare zweite Person vorhanden ist (vermutl. die selbe Aussprache wie das altenglische thou)
Später bildete sich noch die Zwischenform von ye (ihr) für die plurale Form von you.
In der neueren Zeit wurden, in Ermangelung an ‘Syntax’, Ersatz-Ausdrücke geschaffen.
So gibt es z.B. im Nordamerikanischen folgende Alternativen:
Nominativ (you): Y’all, Yenz, Yous, Yinz, You guys, Yous guys
Akkusativ (you): Y’all, Yunz, Yous, Yinz, You guys
Genitiv (your / yours): Y’all’s, Yunz’, Yous’s, Yinz’s, You guys’s, Yous guys’s, Your guys’s
Krass, oder?
Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Thou
Dienstag, 18. März 2008
Manchmal kommt es vor, dass ein Rechner 2 oder mehr Sound-Devices besitzt.
Dann steht man möglicherweise vor dem Problem, dass der Multimedia-Player Amarok keine Ausgabe liefert.
Im Normalfall werkeln in einem Linux-System ALSA Soundkarten-Treiber.
In Amarok hat man aber nur ALSA als Ausgabegerät zur Auswahl und nicht die einzelnen ALSA-Geräte.
Es ist aber trotzdem möglich, eine bestimmte Soundkarte anzusprechen, zu finden unter Settings->Configure Amarok->Engine.
Bei ALSA Device Configuration muss im entsprechenden Feld, z.B. ‘Stereo’, der Parameter ‘hw:x,y’ eingetragen werden. ‘x’ steht hier für die Nummer der Soundkarte, ‘y’ für den Ausgang.
Im Normalfall reicht für die erste Soundkarte: ‘hw:0′, für die zweite ‘hw:1′ usw.
Evtl. muss man noch den richtigen Ausgang der Soundkarte herausfinden.
Also z.B. ‘hw:0,0′ für den ersten analogen Ausgang oder ‘hw:0,1′ für den Digitalausgang.

Dienstag, 11. März 2008
So, nun bin ich mit meinem Blog nicht nur auf einen neuen Server umgezogen, sondern hab auch gleich Wordpress von der Version 2.1.3 auf die 2.3.3 aktualisiert.
Eigentlich hätte es dabei keine sonderlichen Komplikationen geben dürfen.
Ich hatte nur zwei Kern-Dateien verändert und die Änderungen noch im Überblick. Sicherungen waren natürlich auch vorhanden. Weitere Ergänzungen meinerseits (wie z.B. die Gallery) sind mittlerweile als Plugins realisiert.
Somit ersetzte ich also alle Dateien mit den entsprechenden Dateien der neuesten Wordpress Release.
Leider wurden beim Kopieren die Rechte der Dateien teilweise verstümmelt. Bis ich darauf kam, ging einige Zeit ins Land. Mit sowas rechnete ich eigentlich nicht, da ich die Dateien von einem Linux-System aus auf den Server kopiert hatte.
Normalerweise treten solche Probleme nicht auf, es sei denn man arbeitet unter einer gemischten Umgebung, wo man z.B. unter Linux auf Windows-Laufwerken arbeitet. Hierbei kann schon mal die Berechtigungs-Struktur unkontrolliert verändert werden.
Wie auch immer, nachdem alle Dateirechte korrigiert waren, konnte das Upgrade starten.
Es gab dabei auch keinerlei Probleme. Ich hatte zuvor alle Plugins deaktiert.
In Wordpress 2.3 wurden ein paar interne Funktionen geändert, die über lange Zeit in den verschiedenen Versionen unverändert benutzbar waren.
Zum einen wurden ein paar Strukturen in der Datenbank geändert, was vor allem die Kategorien betrifft.
Die Folge davon war, dass ein Plugin nicht mehr funktionierte: WP-dTree
Das Original-Plugin wird zwar nicht mehr weiterentwickelt, jedoch gibt es eine neue Version des Plugins von einem anderen Autor. Diese Version läuft nun auch mit WP2.3
Die Vereinigung von Beitrags- und Link-Kategorien wurde gegenüber dem Upgrade von WP1.5 auf 2.1 nochmal etwas verändert. So gibt es nun auch sogenannte ‘Tags’, also Begriffe, die automatisch in Beiträgen als Links hervorgehoben werden. Diese können nun auch auf die eigentlichen Kategorien zurückgreifen.
Mein eigenes Plugin ‘archivespage’ habe ich bei der Gelegenheit auch noch überarbeitet, da die Funktion unter WP2.x etwas eingeschränkt war.
Einen seltsamen Effekt gab es nach dem Upgrade noch, nämlich dass Kategorien die Unterkategorien enthalten, nicht mehr angezeigt wurden. Die darin enthaltenen Posts konnte man über die Such-Funktion noch erreichen, aber sie waren in keiner Kategorie mehr gelistet. Nachdem ich eine der Kategorien erneut erstellt hatte, tauchten auch plötzlich auch die anderen wieder auf.
Bis auf den Fehler mit den Dateirechten also eine relativ unspektakuläre Updateprozedur.
Die Wordpress Versionen 2.3.1 bis 2.3.3 enthalten diverse Bugfixes und Sicherheitsupdates.
Wen die Neuerungen der Version 2.3 interessieren, der kann hier nachschauen.
Samstag, 1. März 2008
Ist ihr Browser Vista-kompatibel?
Bekam ich doch heute eine Mail (vom einem bekannten Provider), in der allen ernstes diese Frage gestellt wurde.
Im weiteren Verlauf der Email wird noch erwähnt, dass die beiden Browser Internet Explorer 7 und Mozilla Firefox 2.0 folgende Eigenschaften aufweisen:
1) Vista-kompatibel
2) Bequeme Navigation durchs Netz
3) Geschützte Privatsphäre
4) Integrierte Websuche
Auf die Punkte 2-4 gehe ich nicht ein, denn die sind heute eigentlich als Standard vorauszusetzen.
Das Killer-Argument:
Vista-kompatibel
Was will uns das sagen? Dass Vista das am weitesten verbreitete Betriebssystem ist, und es damit wichtig ist, kompatible Software zu verwenden?
Vista ist aber nicht das am weitesten verbreitete Betriebssystem, das zeigen etliche Statistiken. Nur Microsoft selbst glaubt das, oder will es zumindest dem Volke weismachen.
Was würde das bedeuten wenn mein Browser nicht vista-kompatibel wäre?
Ok, erstmal würde er nicht unter Vista laufen. Auf welche Browser trifft das zu?
Hm, ich kenne eigentlich keinen halbwegs aktuellen, für Windows geschriebenen Browser, der nicht unter Vista laufen würde...
Womöglich sind Funktionen des Betriebssystems gemeint, die mit dem Browser teilweise zusammenarbeiten. Beim Internet Explorer ist das klar. Dieser ist ja ziemlich verzahnt mit Windows.
Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, inwiefern dies für Mozilla Firefox zutreffen sollte.
Desweiteren gibt es diesen Browser auch für andere Betriebssysteme. Kann man unter diesen dann mit dem Firefox Vista-kompatibel surfen? Toll! Soll das also heissen, Vista setzt mit dem IE7 die Web-Standards, und man muss sehen, dass man Software verwendet die kompatibel dazu ist? Und nicht deshalb, weil diese Software einfach besser ist?
Bin ich dann eigentlich auch unter Linux mit dem Firefox ‘Vista-kompatibel’? Weil mein Browser von Microsoft anerkannt ist?
Vielleicht geht es ja einfach nur um das Killer-Argument für Benutzer von IE6 unter Windows XP, dass sie endlich ihren Browser wechseln: um Vista kompatibel zu sein.
Eigentlich wäre diese Intention gar nicht so schlecht, denn der IE6 ist ja wirklich schon längst überfällig. Jeder, der den IE6 nicht mehr verwendet, ist ein Gewinn für das gesamte WWW.
Dennoch bleibt hier die Frage ob es gut ist Vista als so toll hinzustellen, dass man unbedingt kompatibel dazu sein muss, wenn man schon nicht auf Vista wechseln will.
Man sollte den Usern lieber die Wahrheit sagen.
Übrigens gibt es genügend Benutzer von Vista, die nicht den IE7 verwenden sondern eben andere Browser wie z.B. Firefox, Opera oder Safari.
Meine persönliche Meinung:
Microsoft hat erkannt dass Vista nicht so gut ankommt, wie erhofft.
Deshalb versuchen Sie an allen Ecken und Enden Vista als gut darzustellen, sowie ihren Einfluss auszuspielen indem Sie Vista immer und überall präsent machen.
Ob das durch ‘Vista certified’ Aufkleber oder durch Werbung für ‘Vista-Kompatibilität’ oder durch Vorinstallation auf allen neuen PCs erfolgt: es ist klar zu sehen.
Vista enthält zwar durchaus Neuerungen im Bereich Sicherheit, jedoch ist es keineswegs der Fall dass diese Technologien nur unter Vista verfügbar sind, bzw. nicht sogar besser als unter Vista (siehe Bestätigung administrativer Aktionen, welche bei Vista mehr als halbherzig gelöst ist).
Was mich an der ganzen Sache stört ist einfach dieses ‘mit Vista wird alles besser’. Die PC-Benutzer sollten begreifen, dass auch ein Betriebssystem nur eine Ansammlung von Programmen ist, und die einzelnen Komponenten es sicher oder weniger sicher machen.
Fazit: ganz simpel
Vista-kompatibel kann in diesem Kontext also nur als folgender Aufruf angesehen werden:
‘Leute, wechselt euer Betriebssystem oder zumindest euren Browser. IE6 ist out!’