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Sonntag, 8. Juni 2008

Computer: spannende Anfänge und fantastische Gegenwart

Category: Blog – netandif – 01:10 | 635 mal aufgerufen

Es war ca. 1986 - als mein Kumpel Chriss und ich in einem Elektronik-Laden standen. Dieser Laden übte eine magische Anziehungskraft aus.
Was wir da wollten? Keine Ahnung. Wir waren einfach begeistert, interessiert für Elektronik und Technik, immer auf der Suche nach etwas Neuem.
Es war tatsächlich so, dass uns diese damals noch rudimentäre Technik so begeisterte, dass wir einfach nur in diesen Laden gingen um irgendetwas zu sehen, was auch nur annähernd spannend sein könnte.
Irgendwas konnten wir damals immer brauchen.
Und als wir so rumschauten sahen wir plötzlich ein absolutes Highlight, etwas das hervorstach wie ein rotes Tuch.
Was wir da gesehen hatten, war vollkommen neu für uns, da wir so ein elektronische Gerät noch nie selbst besessen hatte. Es bestand aus einem Bildschirm, einer Tastatur und einem Laufwerk für Wechseldatenträger, alles in einem Gehäuse untergebracht. Ob es noch Kassetten waren oder schon Disketten, konnte ich damals nicht mit Sicherheit sagen.
Auf jeden Fall waren wir unglaublich begeistert von dem Gerät, obwohl wir nichtmal wussten, um was es sich konkret dabei handelte.
Heute weiß ich es: es war ein Computer, der unter dem CP/M Betriebssystem lief, welches von Diskette geladen wurde.
Wir befanden uns also in einer Zeit, in der es noch keine Festplatten gab, bzw. die sich noch im Bereich von bis 20 MB bewegten, in der noch nicht einmal das DOS, welches später die Basis von Windows 3.1 und noch später von Windows 95, 98 und ME werden sollte, auf dem Markt verbreitet war. Ja, es gab bereits die ersten ‘Homecomputer’ - den Commodore VC20 sowie die MSX Computer, die 1984 auf dem Markt erschienen, und in Konkurrenz zu Commodore, Atari und Sinclair mit seinem ZX81 und Spectrum sowie diversen anderen Homecomputern standen.
Doch noch vorher verbrachten wir einige Nachmittage im Informatik-Raum der Realschule mit den Commodore 4032 Rechnern, den ‘Urgesteinen’ der Homecomputer. Was man mit diesen Rechnern machen konnte, war wirklich alles andere als ‘Mainstream’...

Noch war alles Neuland. Keiner hatte auch nur im geringsten eine Ahnung davon, was ein Computer einige Jahre später einmal alles leisten könnte.
Man war froh, wenn man in der Lage war ein Betriebssystem zu starten und ein oder zwei Programme.
Natürlich wurde alles etwas spaßiger, als Commodore den C64 (vorher noch den kleine Bruder VC20) auf den Markt brachte. Nach einiger Zeit war man bereits ein Freak, und war ein Meister in ‘LOAD “$”,8,1″ & CO. oder beherrschte die ganzen BASIC-Befehle um selbst einige kleinere Programme zu schreiben.

Bis heute hat sich die Speicherkapazität und Rechenleistung der Computer exponential erhöht, und es ist kein Ende abzusehen.

Was ich heute mit meinem PC machen kann, hätte ich mir damals, vor 22 Jahren, nicht im Traume vorstellen können. Heute ist er Wirklichkeit: der Home-Entertainment-Computer, die “Eierlegende Wollmilchsau”...

Samstag, 7. Juni 2008

Standard-Karte für ALSA festlegen

Category: Linux – netandif – 22:31 | 1,128 mal aufgerufen

Wieder mal ein Thema, wenn man im PC mehrere aktive Soundkarten hat: wie kann man die Karte festlegen, die standardmäßig von ALSA verwendet wird?
Bei Ubuntu (Gnome Desktop) gibt es zwar unter Menü->Einstellungen->Audio die Möglichkeit, die Standard Audio-Geräte festzulegen, aber das funktioniert nicht immer.
Eine generelle Methode, um die Standard-Soundkarte für ALSA zu definieren, bietet ein Tool, dass in dem Paket ‘alsa-tools’ enthalten ist:
asoundconf

Um die Nummern der vorhanden ALSA-Geräte zu ermitteln, kann man folgenden Befehl verwenden:
sudo alsactl names && cat /etc/asound.names

Danach kann man unter Angabe der entsprechenden ermittelten Nummer (hw:x) die Standard-Soundkarte festlegen. Beispiel für die Karte mit der Nr. 1:
asoundconf set-default-card 1

Der Vorteil ist, dass die meisten Anwendungen die auf ALSA als Audiotreiber zurückgreifen, das virtuelle Gerät ‘default’ verwenden, und man somit überall die richtige Soundkarte zur Verfügung hat.

Warum eigentlich mehrere Soundkarten?

Ich habe festgestellt, dass die wenigsten PCI-Soundkarten einen echten ‘Hardware-Mixer’ an Board haben. Ohne diesen muss also ein weiteres Stück Software laufen, dass die gleichzeitigen Zugriffe verschiedenener Anwendungen auf das selbe Soundausgabegerät erlaubt. Eine Alternative dazu ist, eine zweite Soundkarte zu verwenden.
Desweiteren kann man über den Eingang einer zweiten Soundkarte eine Quelle aufzeichnen, während man über die erste Soundkarte gerade eine andere Quelle hört.

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