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Freitag, 17. Juli 2009

Lob und Tadel

Category: Blog – netandif – 23:03 | 210 mal aufgerufen

Für manche ist Lob kein Ansporn. Sie kehren die Aussage in ihrem Kopf um. Wer Lob ausspricht, erhebt sich über den anderen. Er deutet damit an dass er besser ist als der andere, und von einer erhabenen Position aus zum ihm spricht.
Es handelt sich also sogar um eine Erniedrigung desjenigen, dem das Lob ausgesprochen wird.
Tadel hingegen ist ebenfalls unangenehm, aber in der Konsequenz hat der getadelte keine Chance darüber nachzudenken, in welcher Position der andere ist. Der Punkt ist in diesem Fall, dass er sich zwar in seiner Position angegriffen fühlt. Jedoch kann er es nicht auf sich sitzen lassen dass er gerügt wird.
Die Reaktion hierauf kann entweder vehementes Von-Sich-Weisen sein (was genau gar nichts bringt), oder aber ein In-Sich-Gehen und das Ganze wirken zu lassen. Voraussgesetzt natürlich dass man der tadelnden Person gegenüber Respekt und Loyalität empfindet.
Nachdem man dann über die Rüge nachgedacht hat, nimmt man sich vor dagegen anzukämpfen bzw. den Misstand umgehend zu beseitigen oder Maßnahmen zur Lösung der Problems einzuleiten. So funktioniert glaub ich konstruktive Kritik.
‘Konstruktives Lob’ findet heute ohne Worte statt.

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