Der Trend zum Kosten-Sparen im Computer-Bereich ist ja nichts Neues.
Man muss hier aber immer genau überlegen, welche Anforderungen man an die Hardware stellt.
Keine Frage dass eine Grafik-Workstation oder ein Gamer-PC nach wie vor Leistung pur benötigt, und dabei das Thema Energiesparen schwierig zu realisieren ist. Aber auch hier profitieren die PCs von der technischen Weiterentwicklung. CPUs, Chipsätze und Festplatten zeigen auch im High-End Sektor Verbesserungen im Energieverbrauch.
Die wahren Energiespar-PCs verzichten aber auch oft auf High-End Leistung. Somit muss man z.B. bei günstigen Mini-PCs bedenken dass evtl. die Grafikleistung für die flüssige Darstellung von Videos, TV und Spielen auf HD-Displays nicht ausreicht.
Als Beispiel nehme ich hier mal die Asus EEE-Box her, welche mit Intel Atom CPU und Intel GMA950 onboard-Grafik zwar für Office- und Internet-Anwendungen ausreicht, aber für Multimedia auf HD-Displays nicht wirklich geeignet ist.
Der Punkt ist, dass hier die Grafikleistung zu schwach ist. Wenn, sollte man also z.B. auf Geräte mit integrierten NVIDIA Ion Chipsatz setzen. Der Acer Revo wäre ein solches Gerät. Spiele und HD-Video sind hier flüssig darstellbar und der Stromverbrauch liegt immer noch bei max. 30 Watt.
Allerdings sollte man nicht damit rechnen, dass bei diesen neuen Geräten alles gleich so gut funktioniert wie auf einem normalen PC. Man sollte also durchaus öfter mal nach Treiber- und Firmware-Updates Ausschau halten.
Auch im Server-Bereich ist Energiesparen angesagt. Die neuen Intel Xeon CPUs und die entsprechenden Chipsätze zeigen auch hier einen Trend nach unten. So nehmen z.B. die G6 Server von HP ein Drittel weniger Leistung auf, während die Rechenleistung weiter gestiegen ist.
Hier kann man also durchaus deutliche Kosten-Ersparnisse erzielen. Die Leistung eines HP DL380 G6 gibt es z.B. her, dass man nicht mehr nur ein OS darauf installiert, sondern gleich einen sogenannten ‘Hypervisor’, eine Virtualisierungs-Schicht auf der man dann mehrere Betriebssysteme parallel installieren kann. Je nach Plattenplatz und RAM lassen sich somit mehrere physikalische Rechner auf einer einzigen Maschine abbilden.
Im Server-Bereich spielt aber auch das ‘Drumherum’ eine große Rolle, weshalb sich die Frage nach den Anschaffungskosten relativiert. Ich nenne hier nur mal die Begriffe Verfügbarkeit, Redundanz, Konnektivität.
Im Anschaffungspreis ‘günstigere’ Serverhardware bringt manchmal Mankos mit sich, die sich teilweise erst auf den zweiten Blick zeigen.
Fazit: Kostenreduzierung durch Energieeffizienz und Virtualisierung macht Sinn. Bei der Anschaffung muss man aber immer genau hinsehen, ob die Fähigkeiten der Hardware ausreichen und ob es Kompatibilitäts-Probleme geben könnte