Mit dem Tuning meines 1:10 Monster Truck bin ich vorerst am Ende angelangt. Wobei die Stoßdämpfer noch irgendwann drankommen, aber das ist auch eher eine optische Geschichte. Alu werde ich wohl nicht verbauen, das macht vom Kosten/Nutzen Faktor einfach keinen Sinn.
Auf jeden Fall wollte ich aber noch eine neue Karosserie. Warum? Weil mir die originale Silber/Rot Kombination eigentlich nicht so gut gefiel. Über Ebay habe ich dann auch genau die passende Karosserie entdeckt, und bei einem sensationell günstigen Preis musste ich natürlich sofort zuschlagen.
Nun erinnert eigentlich nicht mehr viel daran dass es sich mal um einen Reely Big Tyre handelte

>> Zum Album RC-Cars <<
Das passiert, wenn man versucht, 6 Stück 2700er NiMh Akkus in einem billigen Batterie-Halter mit 2.7A zu laden.
Zum Glück habe ich noch rechtzeitig das ‘Kochen’ gehört, aber die Explosion konnte ich nicht mehr verhindern.
Der ein oder andere mag jetzt, zu Recht, fragen: wie doof kann man eigentlich sein?
Haupt-Ursache für die Misere war anscheinend nicht der Batterie-Halter sondern dieser Akku hier, der dann auch explodierte:
Kleiner Rückblick: vor einigen Wochen hatte ich mir beim großen C einen Reely Big Tyre ARR (=almost ready to run) bestellt, ein 1:10 Monster Truck. Der Grund war, dass ich zuvor meinen Phoenix ST 1:10 Stadium Truck mit einem LRP Eraser 9.5T brushless Motor, sowie einem Nosram Matrix Power Reverse Regler versehen hatte.
Die Leistung dieser Kombination war bei dem 2WD Phoenix nicht mehr auf die Straße zu bringen.
Also kam das Brushless Set in den 4WD Monster Truck von Reely rein. Soweit so gut. Der Reely hat wie gesagt Allrad-Antrieb und ist zudem deutlich stabiler aufgebaut.
Allerdings hat der Reely werksseitig eine sehr hohe Übersetzung verbaut. Mit dem original Motor, der ca. 20.000 U/min macht, soll das Auto laut Anleitung ca. 30Km/h schnell sein, was ich aber nie getestet habe.
Der LRP Eraser 9.5T Motor macht ca. 32.000U/min, das Auto ist also dadurch schneller geworden. Allerdings ist die Leistung des Motors nicht so gut, dass man bei der unveränderten Übersetzung den Motor noch ausdrehen konnte. Somit blieb die Endgeschwindigkeit unter der theoretisch erreichbaren, und die Beschleunigung des Autos war zwar besser als mit dem original brushed Motor, aber dennoch nicht wirklich berauschend.
Also war eine niedrigere Übersetzung oder auch eine höhere Untersetzung angesagt.
Die original Motorritzel/Hauptzahnrad-Kombination war 18/64. Zunächst bestellte ich mir ein 14er Ritzel. Doch als ich dieses eingebaut hatte, stellte ich fest dass der Motor dabei sehr weit Richtung Kardanwelle wanderte, und diese sogar berührte. Es war also nicht möglich. Also musste auf jeden Fall noch ein größeres Hauptzahrad rein, damit der Abstand wieder passen würde.
Nach längerem Googlen fand ich einen Beitrag mit dem Hinweis dass das Hauptzahnrad vom Tamiya DF-02 passen würde. Also gleich so eins bestellt. Glücklicherweise konnte ich mit ein wenig Feilen und Schleifen dann tatsächlich dieses Zahnrad einbauen.
Ich hatte also nun eine Kombination von 14/70, die schon sehr vielversprechend war (ein noch größeres HZ würde auch nur noch durch Aufbohren der Bodenplatte reinpassen).
Allerdings nahm ich mir zeitgleich schon vor dass ich, wenn die Leistung des LRP Eraser nicht mehr ausreichen würde, mir einen LRP Vector holen würde. Was ich dann auch gleich tat (wenn schon, denn schon
)
Das Ergebnis sieht man nun in diesem Video. Ich muss dazu sagen, dass ich nun seltenst Vollgas geben muss - es ist also gut Reserve da. Wheelies macht das Auto übrigens immer noch nicht. Eher noch drehen die Reifen beim Losfahren mit Vollgas selbst auf Teer noch durch. Aber egal, ich bin nun mehr als zufrieden mit der Leistung diese kleinen Monster Truck. Ausserdem fahre ich ja meistens sowieso Offroad.
An defekten Teilen hatte ich bisher nur eine Radachse und einen Achsschenkel, und die Antriebswellen verbiegen sich im Laufe der Zeit ein wenig. Aber da habe ich an Ersatzteilen jetzt genügend da.
Fazit: es hat sich echt gelohnt, diesen günstigen Monster Truck als Basis zu nehmen!
Alex hat die Strecke nun etwas erweitert und man hat nach dem Jump nochmal eine kleine Schikane und kann danach schön wieder in den Rundkurs hineinbeschleunigen.
Man sieht hier leider nicht allzuviel davon dass mein Big Tyre jetzt einen neuen Motor hat und höher untersetzt ist. Aber der Durchzug ist schon deutlich besser geworden. Anfangs hatte ich es etwas übertrieben mit dem Beschleunigen und ein paar bittere Landungen hingelegt (hiervon gibt es zum Glück kein Video), wobei dann ein Achsschenkel gebrochen ist. Diesen konnte ich dann aber nochmal mit Loctite reparieren, bin aber danach etwas zurückhaltender gefahren. Runrig hat mit seinem E-Maxx aber auch ein paar ganz böse Landungen fabriziert. Bei ihm hat es jedoch nur die Karosse verzogen.

Wie angekündigt, hier ein erster Test auf der Strecke in Königsbrunn, mit 125er Rädern und 14er Ritzel.
Der Motor dreht immer noch zu niedrig, wird aber nicht mehr so heiß. Das Auto fährt sich ingsgesamt besser.
Die Power im unteren Geschwindigkeits-Bereich könnte aber wie vor heftiger sein. Noch ein größeres HZ und dann...
Mein ‘Reely Big Tire’ Monster Truck soll richtig big sein. Deshalb habe ich mir nun die 125er Räder von HSP geholt.

Nach längerem Googlen steht nun definitiv fest, dass dieses Auto ein Problem mit der Übersetzung hat.
Da das Chassis identisch mit diversen Modellen anderer Hersteller ist (z.B. der LRP Maverick Strada MT oder der Himoto EMXT-1) und 1:1 vom Stadium Buggy der Strada Reihe übernommen wurde, ist das Auto von hause aus recht lang übersetzt. Es fehlt also von unten heraus die Kraft, die ein Monster Truck braucht.
Das habe ich auch bei meinem Reely MT festgestellt. Denn trotz der Brushless-Kombo aus Nosram Matrix Evolution Regler und LRP Eraser 9.5T Motor kommt das Auto nicht so recht in die Hufe, auch wenn die Geschwindigkeit ok ist (der Motor dreht selten aus).
Dabei wird der Motor aber auch gut warm, und mit den billigen Tamiya Akku-Steckern musste der Regler sogar mehrmals abschaltenderweise eingreifen. Nachdem die Stecker durch Deans Ultra ersetzt wurden, und die Reglerkabel direkt am Motor verlötet wurden, war kein Abschalten mehr aufgetreten. Jedoch wird der Motor nach wie vor sehr sehr warm.
Logischerweise liegt das an der Übersetzung. Deshalb bin ich ja schon von 18Z. auf 16Z. heruntergegangen beim Motorritzel. Das hat aber fast nichts gebracht. Deshalb habe ich nun ein 14er Ritzel verbaut. Ich denke mal dass dies einiges gebracht hätte. Aber wie schon erwähnt, wollte ich auch größere Reifen haben, da auf den Strecken die ich normalerweise fahre (kurze Wiese, Erde und leichter Schotter), dies von Vorteil ist. Den Rat, den einige Besitzer dieses MT in diversen Foren geben, dass man kleinere Reifen montieren soll, habe ich also bewusst nicht befolgt.
Bis jetzt habe ich das Auto in dieser Kombi jetzt noch nicht getestet, aber ich bin da mal sehr gespannt. Im dümmsten Fall heben sich Ritzel und Räder von der Übersetzung her auf, was natürlich dumm wäre. Auch wenn die Fahrstabilität im Gelände durch die größeren Reifen wohl besser sein dürfte, wird der Motor vermutlich nach wir vor genauso heiß. Ich werde es heute nachmittag feststellen.
Auf jeden Fall habe ich mir auch gleich noch ein 67er und ein 70er Hauptzahrad bestellt, wobei das 70er ohne bearbeiten des Chassis nicht mehr hineinpassen dürfte. Auch das wird sich zeigen.
Wenn das alles nicht reicht, bestelle ich mir noch einen besseren Motor (den neuen LRP Vector X12, der ist timebar).
Es bleibt spannend.