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Dienstag, 22. Februar 2011

Amarok 2.4 Ubuntu 10.10

Category: Linux,Software – netandif – 22:13 | 28 mal aufgerufen

Kürzlich ist die Version 2.4 des Musik-Players für KDE, Amarok, herausgegeben worden.
In den Paketquellen von Ubuntu 10.10 Maverick ist aber noch die Version 2.3 verfügbar.
Mit folgender Anleitung kann die entsprechende Paketquelle hinzugefügt werden, um Amarok 2.4 untere Ubuntu oder Kubuntu 10.10 installieren zu können:

Ein Konsole- / Terminal-Fenster öffnen und folgendes eingeben:

sudo add-apt-repository ppa:kubuntu-ppa/backports
sudo apt-get update
sudo apt-get  install amarok

Beim ersten Starten nach dem Update ist gleich mal ein neuer, hübscher Splash-Screen aufgefallen:
Amarok 2.4 Splash

Ansonsten sieht der Amarok nicht anders aus als vorher. Was aber keine Rolle spielt, denn man kann ja anpassen ohne Ende wenn man denn will.
Die Änderungen sind wohl unter der Haube erfolgt, wie sich mir auf Anhieb durch ein performanteres Starten und allgemeines Reagieren des Programms erschliesst.

Amarok 2.4 Einstellungen

Abschliessend muss ich sagen, dass Amarok mittlerweile wieder der beste Musik-Player unter Linux ist. Es hat vielleicht nur etwas Zeit gebraucht, bis die 2. Generation des Players an die Größe von Amarok 1.x herangereicht bzw. diese sogar an Flexibilität übertroffen hat.

Quellen / Links:
Install Amarok 2.4 ubuntu 10.10 | Fedora | Unixmen
Amarok Homepage

Mittwoch, 17. November 2010

Ubuntu 10.10 - erster Eindruck

Category: Linux,Testberichte – netandif – 13:03 | 191 mal aufgerufen

Nach einem Festplatten-Crash musste ich eine Neu-Installation durchführen und stand vor der Frage, welche Ubuntu-Version es sein sollte.
Zuvor lief ein Ubuntu 8.04 auf dem Rechner, welches schon sehr viele Experimente und Software-Installationen hinter sich hatte.
Woran immer es lag, das System hatte ein paar Eigenheiten entwickelt: beim Herunterfahren schaltete sich der Rechner nicht mehr komplett aus, ich konnte kein Kernel Upgrade seit 2.6.23 mehr durchführen (System bootet danach nicht mehr). Außerdem hatte ich oft mit plötzlich auftretender 100% CPU-Auslastung zu kämpfen.
Kurz: Es war eigentlich Zeit für ein Neu-Aufsetzen.
Eigentlich wollte ich auf die aktuelle LTS (Ubuntu 10.04) zurückgreifen. Aber mittlerweile denke ich mir, eins der spannenden Dinge an Linux und OpenSource ist ja die ständige Weiterentwicklung. Und die möchte ich schon gerne mitmachen. Deshalb habe ich mich für die 10.10 entschieden und werde auch in Zukunft jede neue Version installieren. Es gibt Möglichkeiten, dies ohne Datenverlust durchzuführen ;)
Eins vorweg: alle Probleme die ich mit 8.04 hatte, gehören nun der Vergangenheit an.

Installation
Was soll ich viele Worte darüber verlieren; die Installation geht schnell und unkompliziert von Statten. Der Installationsassistent stellt noch weniger Fragen als früher, und sieht besser aus. Also alles gut ;) Im Übrigen scheint die Hardware meines PCs ein Problem mit den Linux Kernels der früheren Distributionen gehabt zu haben. Was nun nicht mehr der Fall ist

Start
Das neue Ubuntu 10.10 startet schneller als jedes andere Ubuntu, das es bisher gab. Klingt das irgendwie nach einem anderen Betriebssystemhersteller? Kann sein.
Dennoch: es wird sogar von Installationen berichtet, wo z.B. ein Netbook unter Ubuntu 10.10 lediglich 10 Sekunden benötigte, bis der Desktop da war. Bei mir dauert es ein paar Sekunden länger, aber das liegt an der langsamen Festplatte.
Nach dem Anmelden wird man von einem aufgeräumten Desktop mit viel Platz begrüßt.

Ubuntu 10.10 Standard-Desktop


Software
Der Gnome Desktop 2.32 verrichtet seine Dienste zuverlässig und stabil.
Standardmässig ist nun Rhythmbox als Musik-Player integriert. Mir persönlich gefällt der nicht so gut. Ich war den alten Amarok 1.4 gewöhnt, vor allem wegen des seperaten Player-Fensters
Browser: Firefox - nach wie vor der Standard, hier in der Version 3.6.12
Weiteres: Brasero (CD Brennsoftware), OpenOffice 3.2, GIMP, Evolution (Mailprogramm) sowie eine kleine aber durchdachte Auswahl an nützlichen Zusatztools.
Der Linux Kernel läuft in der Version 2.6.35
Ein neues Tool zur Softwareinstallation hat seinen Weg in diese Distribution gefunden: Ubuntu Software Center. Dieses bietet eine einfache und komfortable Möglichkeit, eine Vielfalt an verfügbaren Anwendungen mit wenigen Mausklicks zu installieren. Dies dürfte besonders für Linux-Neulinge eine große Erleichterung sein.

Ubuntu Software-Center

Man kann auch bereits ohne Eingabe des administrativen Kennwortes in dem umfangreichen Softwarepool browsen und bekommt so einen Überblick über die verfügbaren Anwendungen.
Der altbekannte Synaptic Paketmanager ist aber nach wie vor mit an Board, der für fortgeschrittene User einen detailierteren Zugiff auf die Softwareverwaltung ermöglicht.


Hardware-Unterstützung
Ein Problem ist immer exotische oder neue Hardware. In meinem Fall hatte ich in den Ubuntu Versionen 8.04 und früher immer Probleme mit meiner Creative Audigy2 Soundkarte sowie diversen DVB-S (Sat-) Karten. Da in den meisten Fällen der Hardware-Hersteller selber keine Treiber für Linux schreibt, übernimmt diese Aufgabe die freie Gemeinschaft von Entwicklern. Natürlich können diese nur Treiber für Hardware entwickeln, die sie auch selber besitzen.
Im Falle von Ubuntu 10.10 sind im Kernel bereits Treiber für die meisten Sound- und DVB-Karten vorhanden. So wird nicht nur die Audigy2 ohne Probleme erkannt, sondern auch die verbaute Technotrend S2-3200 DVB-S2 PCI Karte. Zu verdanken ist dies dem Kernel 2.6.35 - der Linux Kernel wurde gerade im Multimedia-Bereich in den letzten Jahren stark erweitert.
Ein Punkt ist bei der Audigy2 allerdings zu beachten: man wird im ersten Moment dem Rechner keine Töne damit entlocken können. Denn: der Ausgang der Audigy2 ist per default gemuted, sprich stummgeschaltet. Um dies zu beheben, gibt es einen einfachen Trick: in der Konsole den Befehl ‘alsamixer’ aufrufen, per Tab-Taste bis zum Punkt ‘Audigy Analog/Digital Output Jack’ blättern und diese Option dann per Taste ‘m’ aktivieren. Schon ist der Sound da.

alsamixer Audigy

Grafikkarten: NVIDIA oder AMD bieten als Hersteller selber auch Treiber für Linux an, jedoch nur in binärer Form. D.h. es ist kein Zugriff auf die Quellen des Programmcodes möglich. Dennoch kann der ‘proprietäre’ Treiber sehr einfach nach der Installation hinzugefügt werden. Dies ist unter anderem für die Benutzung von Desktop-Effekten von Vorteil.
Andere bei mir vorhandene Hardware (ein älterer Oki-Laserdrucker, ein Acer SCSI-Scanner, eine AVM Fritz-Karte) funktionieren ebenfalls ‘out-of-the-box’, also ohne manueller Installation irgendwelcher Software.


Spezielles
Ein Anwendungsfall, für den Linux-basierte Systeme gut geeignet sind, ist natürlich das Home-Entertainment.
Hierfür gibt es eine Menge an Software-Lösungen, die vom simplen Player bis zum kompletten Media-Center reichen.
Zum Fernsehen benutze ich seit langem die Software Kaffeine, die aus KDE stammt.
Auch in Ubuntu 10.10 lässt sie sich nachinstallieren, hier ist Kaffeine auf dem Versionsstand 1.1, also bereits ‘erwachsen’.
Nach dem Wechseln in den Digital-TV Modus wird man erstmal keine Möglichkeit haben, Sender zu suchen o.ä.
Dies liegt daran, dass man in Kaffeine einmalig ein paar kleine Einstellungen vornehmen muss, bevor es mit dem Fernsehen losgehen kann.
Zum einen muss man im Falle einer Sat-Karte ein LNB einrichten:



Danach sollte ein Scan der Sender möglich sein.

Kaffeine Channel Scan

Möglicherweise, bzw. sogar ziemlich sicher trifft man beim Auswählen eines Senders nun auf eine Fehlermeldung: ‘cannot find demux plugin for MRL....’.
Dies liegt daran, dass die entsprechenden Codecs für die TV-Ausgabe noch nicht installiert sind.
Abhilfe schafft das Installieren folgender Pakete:
phonon-backend-xine
libxine1-plugins
libxine1-all-plugins
Siehe auch dieser Artikel: http://forum.ubuntuusers.de/topic/kaffeine-kein-dvb-t-mit-10-04/#post-2518247
Danach hat es dann bei mir auch sofort funktioniert.


Fernbedienung
Zur Steuerung der Medienwiedergabe bietet sich das lirc an, welches Unterstützung für viele Fernbedienungen enthält.
Auf die Installation und Konfiguration gehe ich hier nicht näher ein, da gibt es genügend Adressen mit guten Anleitungen, z.B. diese hier: https://help.ubuntu.com/community/LIRC
Erwähnt sei hier noch, dass es keine DCOP Unterstützung mehr gibt. Dieses Protokoll zur Kommunikation von Anwendungen untereinander war auf KDE beschränkt. Stattdessen kommt nun DBUS zum Einsatz. Kaffeine lies sich auch mit dieser Methode dazu bewegen, Befehle meiner Fernbedienung auszuführen.
Der Musik-Player ‘gmusicbrowser’, welcher auf Gnome basiert lässt sich z.B. ebenfalls mittels DBUS steuern.
Siehe: http://gmusicbrowser.org/dokuwiki/doku.php?id=dbus_api
Amarok 2.x (aus KDE) kommt bei mir nicht mehr zum Einsatz.


Stabilität, Geschwindigkeit, Optik
Das Aussehen einer Betriebssystem-Benutzeroberfläche ist ja immer Geschmackssache. Dennoch kann man sagen, dass die Ubuntu-Entwickler ein gut aussehendes Standard-Design hinbekommen haben. Nicht zuletzt trägt auch die neue Schriftart ‘Ubuntu’ dazu bei.
Mir scheint Ubuntu 10.10 subjektiv stabiler und schneller als mein altes 8.04. Mit einer endgültigen Beurteilung ist aber noch warten. Jedoch vermittelt mir das System bei meiner bisherigen Arbeit einen performanten und stabilen Eindruck.

Ubuntu 10.10 Desktop mit Anwendungen


Fazit
Auch wenn ein Umstieg oder Upgrade im ersten Moment als viel Arbeit erscheinen mag, lohnt sich dieser im Falle von Ubuntu 10.10 auf jeden Fall. Man wird mit umfangreicher, brandaktueller Software und einer breiten Hardwareunterstützung belohnt. Und ‘Eye-Candy’ kommt auch nicht zu kurz, da nach wie vor mit ‘Compiz’ für Desktop-Effekte und performantes Arbeiten gesorgt ist.
An dieser Stelle noch ein kleiner Ausblick: die nächste Version von Ubuntu, 11.x, wird einige Neuerungen unter der Haube erfahren, welche vielleicht das Arbeiten mit einer Desktopumgebung komplett ändern, wenn nicht gar revolutionieren werden. Bis dahin ist Ubuntu 10.10 aber das beste Ubuntu das je verfügbar war. Habt viel Spass damit!

Sonntag, 14. November 2010

Crash->Neuinstallation. Oder: wie werde ich zum Update gezwungen

Category: Hardware,Linux – netandif – 01:25 | 2 mal aufgerufen

Eigentlich habe ich es ja immer gepredigt: eine Festplatte geht nach 1.5-2 Jahren drauf wenn man sie im Dauerbetrieb hat. Also: rechtzeitig vorher ersetzen.
Aber was hilft die beste Erkenntnis, wenn man sie selber nicht beherzigt. Nächstes Mal kaufe ich mir ganz sicher eine 24/7 Platte...

Ärgerlich ist es allemal. Vor allem wenn man kein aktuelles Backup hat. Dann fängt man nochmal vorn vorne an. Wobei dies auch wieder etwas Gutes haben kann: ist es doch die Gelegenheit, den Rechner mit aktueller Software nochmal neu aufzusetzen. In-Place Upgrades waren noch nie, egal ob Linux oder Windows, auf lange sicht tauglich. Schade eigentlich. Mein Ubuntu 8.04 lief ziemlich gut. Und nicht dass ich nicht alles passendst eingerichtet hätte (Begriffe wie lirc, vbox3, dovecot und evolution mal in den Raum gestellt...)
Also, was ist das neueste Ubuntu? 11.04 ist noch nicht fertig, also erstmal die 10.10 downloaden und brennen...

Fortsetzung folgt...

Sonntag, 13. Dezember 2009

KDE 4.4 Beta 1

Category: Linux – netandif – 11:31 | 1.716 mal aufgerufen

Ein Grund warum ich vor ein paar Jahren auf Linux umgestiegen bin,war der Gnome Desktop, der sich vom Mauerbluemchen zum kompletten Desktop gemausert hat. Und mit solchen Spielereien wie Compiz und Awant Window Navigator kann man von Gnome Desktops mittlerweile wirklich nicht mehr behaupten, dass sie haesslich aussehen. Das Look und Feel von GTK-basierten Anwendungen hat immer noch einen etwas simplen Touch, aber gerade dies traegt mit zu der angenehmen Oberflaeche von Gnome bei.

KDE dagegen hatte fuer mich immer etwas haertere Konturen. Mit KDE 3.5 fand ich nie richtig angenehm zu arbeiten. Bei KDE 4 hat sich optisch und funktionstechnisch eine ganze Menge geaendert. Die ganze optische Erscheinung ist zwar immer noch sehr clean, aber wirkt nach wie vor fast zu kalt und technisch auf mich. Aber dennoch auch etwas verspielt, und auch verspult.
Es sind zwar viele Optionen und Moeglichkeiten da, aber diese sind nicht sinnvoll erreichbar. Ein Beispiel: wenn ich die rechte Maustaste auf dem Desktop klicke, moechte ich das Wallpaper aendern koennen. Stattdessen finde ich da alle moeglichen Funktionen, die ueberhaupt nichts mit dem Desktop zu tun haben. Das ist nicht das Prinzip von Kontextmenues, geschweige denn benutzerfreundlich.
Dann die ganzen Widgets. Nette Spielerei, aber ich habe lieber einen aufgerauemten Desktop. Auch sieht man an diesen Widgets dass KDE4 einfach zu viele Moeglichkeiten bietet, Eigenschaften von Objekten zu aendern. Da gibt es Buttons, Ausklappmenues, Kontextmenues, Popups. Wie soll der User sich in seinem Desktop zurechtfinden, wenn tausend Wege zum Ziel sich ihm staendig praesentieren?
Das KDE Anwendungs-Menue ist auch noch so eine Sache. Ich finde diese Arbeitsweise mit den umschaltenden Menues sehr umstaendlich und zeitraubend. Man kann sicher auf das klassische Menue wechseln, aber dieses ist nun wiederum auf dem Stand von KDE 3.5 geblieben, und auch da fand ich es schon nicht besonders. Wesentlich besser finde ich da das Application Menue von AWN unter Gnome.

Trotz der schoenen, neuen Desktop-Features kann mich KDE immer noch nicht so recht begeistern. Gnome wirkt einfach viel freundlicher, und kann einfacher und sinnvoller angepasst und erweitert werden, wie ich finde. Wer KDE 4.4 Beta 1 trotzdem mal ausprobieren will kann sich eine Live-CD hier herunterladen: http://kde4.livecd.pld-linux.org

KDE4.4 Beta1 PLD Linux

Update: am 11.12.09 ist bereits eine erste Alpha-Version von Kubuntu 10.04 erschienen, welche ebenfalls KDE 4.4 Beta 1 enthält:
http://cdimage.ubuntu.com/kubuntu/releases/lucid/alpha-1/

Sonntag, 25. Januar 2009

Kaffeine: TV-Aufnahmen auf DVD brennen

Category: Linux,Software – netandif – 21:28 | 720 mal aufgerufen

[Update]
Kürzlich habe ich ein Tool entdeckt, welches genau auf die TV-Recordings von Kaffeine (.m2t) zugeschnitten scheint: DVBCut
Mit diesem Programm lassen sich die Aufnahmen von Kaffeine in kürzester Zeit schneiden und in MPEG2 konvertieren. Danach kann man die Dateien problemlos mit DVD-Authoring Tools weiterverwenden.
[/Update]

Mit der TV-Software Kaffeine lassen sich unter Linux kinderleicht Aufnahmen in hoher Qualität erstellen.
Möchte man diese Aufnahmen als Video-DVD brennen, stößt man auf das Problem, dass Brennprogramme mit dem Video-Format nicht zurechtkommen, und ein extrem zeitaufwendiges Neukomprimieren erforderlich wäre.
Doch es gibt eine einfache und schnelle Methode um die Aufnahmen, die von Kaffeine schon in einem Mpeg2-Format gespeichert werden, DVD-kompatibel zu machen.
Dazu benötigt man die beiden Programme ‘avidemux’ und ‘ManDVD’.

Avidemux  lässt sich ganz einfach über den Paktemanager installieren, sofern man die Paketquellen ‘universe’ und ‘multiverse’ aktiviert hat (Ubuntu Linux).
Mandvd ist hier erhältlich: http://www.getdeb.net/app.php?name=ManDVD

Die Schritte:

  • Kaffeine starten und den DVB-Kanal auswählen
  • Im Menü auf DVB -> Configure DVB -> Recording klicken und MPEG_PS als bevorzugtes Format auswählen. Dann noch das Aufnahmeverzeichnis festlegen
  • Die Aufnahme starten
  • Die Aufnahme stoppen (dabei sollte die Ausgabedatei erstellt werden)
  • Kaffeine beenden (oder weiter TV schauen, es wird im weiteren nicht viel CPU-Leistung benötigt)
  • Avidemux starten und die aufgenommene Datei öffnen.
  • Folgende Einstellungen vornehmen: Audio - Kopie, Video - Kopie, Format - MPEG PS (A+V). Es wird hierbei keine Neukodierung von Audio und Video vorgenommen - kein Qualitätsverust! Der Vorgang ist nur notwendig, damit das MPEG Format konform ist.
  • Die Datei speichern und die .mpg Erweiterung verwenden. Danach kann die Aufnahme-Datei von Kaffeine gelöscht werden, um Speicherplatz freizugeben.
  • ManDVD starten
  • Nun kann die Datei zum Projekt hinzugefügt werden, und sie wird nicht neu kodiert!

Original How-To (in englisch): http://ubuntuforums.org/archive/index.php/t-118181.html

Update: ich habe nun ein Tool entdeckt, mit dem das finale Erstellen des DVD-Abbildes noch besser funktioniert als mit ManDVD. Das Programm nennt sich ‘DeVeDe‘, und ist in den Standard-Paketquellen enthalten.
Wichtig hier: beim Hinzufügen der von Avidemux erstellten MPEG-Dateien in DeVeDe einmal in die erweiterten Optionen gehen, und folgendes einstellen: Audio-Optionen->Diese Datei enthält bereits..., sowie Verschiedenes->Diese Datei ist bereits eine...
Dadurch findet kein Neukomprimieren statt, und der ganze Vorgang dauert lediglich ein paar Minuten!

Montag, 12. Januar 2009

VPN-Client pptpconfig und Ubuntu Hardy

Category: Linux – netandif – 20:44 | 719 mal aufgerufen

Kürzlich hatte ich unter Ubuntu 7.10 eine PPTP-basierende VPN-Verbindung konfiguriert. Dazu benutzte ich das Tool ‘pptpconfig’, welches eine GUI zur Konfiguration bietet, die man normalerweise über die Kommandozeile und Konfigurationsdateien durchführen müsste.
Das hat auch soweit gut funktioniert.
Nach dem Upgrade auf Ubuntu 8.04 war das Tool aber nicht mehr vorhanden.
Ein Blick in die Paketquellen und etwas Nachforschen ergab dann, dass dieses Tool nicht mehr unterstützt wird, da es nicht mehr weiterentwickelt wird. Im Original-Text heisst es ‘obsolete and depreciated’.
Jetzt soll man laut Doku hierfür stattdessen unter Gnome den Network Manager verwenden, welcher mit der Erweiterung ‘network-manager-pptp’ versehen werden muss.
Das Problem hierbei ist, das die VPN-Optionen im Network-Symbol des Gnome-Panel nicht vorhanden sind.
Sie sind es jedoch, sobald man keine feste IP-Adresse verwendet. Man ist dann darauf angewiesen seine IP-Adresse von einem DHCP-Server zu beziehen.
Nur in diesem Zustand erscheinen die VPN-Optionen. Was sehr unpraktisch ist, wie ich finde. Klar, viele haben einen Router, der eh die IP automatisch vergibt. Aber man kann doch nicht bei 100% der User davon ausgehen?
Wie auch immer, da ich einen bestimmte IP-Adresse brauche, und mein Router keine IPs abhängig von der MAC vergeben kann, ist der Network Manager für mich keine Alternative.
Es gibt dann noch das KDE-basierende ‘kvpnc’, eine GUI für das Tool vpnc. Damit sehen die Erfolgschancen eigentlich recht gut aus.
In meinem Fall gibt es dabei jedoch ein kleines Problem, das mit dem zu verbindenden VPN-Gateway zusammenhängt, worauf ich keinen Einfluss habe.
Deshalb wieder zurück zu pptpconfig.
Ich habe es damit dann doch noch geschafft. Das Problem war allerdings dass das Tool aufgrund von unerfüllbaren Abhängigkeiten unter Hardy nicht installiert werden kann.
Um diese zu erfüllen, habe ich folgende Pakete heruntergeladen und mit alien aus den RPMs DEBs gemacht:
- php4-pcntl-4.4.1-2.i386
- php4-pcntl-gtk-1.0.2-2.i386
- php-gtk-pcntl-1.0.2-1.i386
- php-pcntl-4.4.1-1
- libglade-0.17-11
Das Tool pptpconfig stammt von folgender Paketquelle:
deb http://quozl.netrek.org/pptp/pptpconfig ./

Dienstag, 6. Januar 2009

Probleme mit Nautilus nach Ubuntu Upgrade

Category: Linux – netandif – 12:07 | 551 mal aufgerufen

Update (31.01.2009): Nach dem Einspielen der aktuellen Updates, unter anderem der Version 0.2.5 von gvfs, funktioniert nun nach wie vor alles (SMB Support in Nautilus fehlt nach wie vor). Das heißt, das Problem wurde vielleicht in dieser Version gelöst. Damit ist dieser Beitrag hier anscheinend überflüssig geworden...

Kürzlich habe ich mein Ubuntu-System von Gutsy (7.10) auf Hardy (8.04) aktualisiert.
Irgendwann (da hatte ich inzwischen sicher schon ein paar andere Sachen installiert) stellte ich dann folgende Fehler fest:
- Orte wie z.B. computer:/// oder trash:/// funktionierten nicht mehr
- das Tool nautilus-connect-server (‘Verbindung zu Server’) bot keine Servertypen mehr an, lediglich ‘Benutzerdefinierter Ort’
- keine Verbindungen über URLs wie sftp://servername mehr möglich

Nach einigem Googlen fand ich heraus, dass das Problem mit der Umstellung von gnomevfs auf gvfs zusammenhängt, welche in der neueren Gnome-Version 2.22 Einzug hielt.

Im Endeffekt fand ich 2 Ansätze, um das Problem zu beheben, beide betreffen die Pakete gvfs und gvfs-backends:

1) die beiden Pakete downgraden auf die Version 0.2.3-0ubuntu3 (die älteste Version die mit apt installierbar ist: 0.2.3-0ubuntu4)
Download der älteren Pakete z.B. bei Launchpad:

https://launchpad.net/ubuntu/hardy/i386/gvfs/0.2.3-0ubuntu3

https://launchpad.net/ubuntu/hardy/i386/gvfs-backends/0.2.3-0ubuntu3

Installation mit sudo apt-get install

Leider brachte dies bei mir nicht den gewünschten Erfolg. Jedoch kann es auch an meiner speziellen Installation liegen. Möglicherweise hatte ich mal irgendwann einen Bestandteil von Gnome manuell, also nicht über ein deb-Paket installiert. Ich weiß es nicht.
Wer das Problem lösen möchte, soll es ruhig erst mit dieser Variante probieren.

2) die einzige Lösung in meinem Fall bestand darin, die Quellen einer älteren gvfs Version herunterzuladen und manuell zu installieren

wget ftp://ftp.gnome.org/pub/gnome/sources/gvfs/0.99/gvfs-0.99.1.tar.gz
tar xvfz ./gvfs-0.99.1.tar.gz
cd gvfs-0.99.1
./configure
make
sudo make install

Nach dem Neustart von Gnome sollte dann wieder (fast) alles funktionieren.
Leider gibt es hier nach wie vor keine Verbindungsmöglichkeit zu SMB Shares (Windows Freigaben), da gvfs anscheinend (noch) keinen SMB-Support bietet (kann das jemand bestätigen?)

Fazit:
Eigentlich schon ein übler Bug, dass die Unterstützung für ‘Orte’ unter Gnome/Nautilus nach einem Upgrade nicht mehr funktioniert.
Meines Erachtens liegt es an einer Ko-Existenz des alten gnomevfs (welches immer noch vorhanden ist und aufgrund von Abhängigkeiten auch nicht deinstalliert werden kann) und dem neueren gvfs, welches erst in neueren Gnome-Versionen verwendet wird.

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