Sonntag, 13. Dezember 2009
Ein Grund warum ich vor ein paar Jahren auf Linux umgestiegen bin,war der Gnome Desktop, der sich vom Mauerbluemchen zum kompletten Desktop gemausert hat. Und mit solchen Spielereien wie Compiz und Awant Window Navigator kann man von Gnome Desktops mittlerweile wirklich nicht mehr behaupten, dass sie haesslich aussehen. Das Look und Feel von GTK-basierten Anwendungen hat immer noch einen etwas simplen Touch, aber gerade dies traegt mit zu der angenehmen Oberflaeche von Gnome bei.
KDE dagegen hatte fuer mich immer etwas haertere Konturen. Mit KDE 3.5 fand ich nie richtig angenehm zu arbeiten. Bei KDE 4 hat sich optisch und funktionstechnisch eine ganze Menge geaendert. Die ganze optische Erscheinung ist zwar immer noch sehr clean, aber wirkt nach wie vor fast zu kalt und technisch auf mich. Aber dennoch auch etwas verspielt, und auch verspult.
Es sind zwar viele Optionen und Moeglichkeiten da, aber diese sind nicht sinnvoll erreichbar. Ein Beispiel: wenn ich die rechte Maustaste auf dem Desktop klicke, moechte ich das Wallpaper aendern koennen. Stattdessen finde ich da alle moeglichen Funktionen, die ueberhaupt nichts mit dem Desktop zu tun haben. Das ist nicht das Prinzip von Kontextmenues, geschweige denn benutzerfreundlich.
Dann die ganzen Widgets. Nette Spielerei, aber ich habe lieber einen aufgerauemten Desktop. Auch sieht man an diesen Widgets dass KDE4 einfach zu viele Moeglichkeiten bietet, Eigenschaften von Objekten zu aendern. Da gibt es Buttons, Ausklappmenues, Kontextmenues, Popups. Wie soll der User sich in seinem Desktop zurechtfinden, wenn tausend Wege zum Ziel sich ihm staendig praesentieren?
Das KDE Anwendungs-Menue ist auch noch so eine Sache. Ich finde diese Arbeitsweise mit den umschaltenden Menues sehr umstaendlich und zeitraubend. Man kann sicher auf das klassische Menue wechseln, aber dieses ist nun wiederum auf dem Stand von KDE 3.5 geblieben, und auch da fand ich es schon nicht besonders. Wesentlich besser finde ich da das Application Menue von AWN unter Gnome.
Trotz der schoenen, neuen Desktop-Features kann mich KDE immer noch nicht so recht begeistern. Gnome wirkt einfach viel freundlicher, und kann einfacher und sinnvoller angepasst und erweitert werden, wie ich finde. Wer KDE 4.4 Beta 1 trotzdem mal ausprobieren will kann sich eine Live-CD hier herunterladen: http://kde4.livecd.pld-linux.org

Update: am 11.12.09 ist bereits eine erste Alpha-Version von Kubuntu 10.04 erschienen, welche ebenfalls KDE 4.4 Beta 1 enthält:
http://cdimage.ubuntu.com/kubuntu/releases/lucid/alpha-1/
Sonntag, 25. Januar 2009
Mit der TV-Software Kaffeine lassen sich unter Linux kinderleicht Aufnahmen in hoher Qualität erstellen.
Möchte man diese Aufnahmen als Video-DVD brennen, stößt man auf das Problem, dass Brennprogramme mit dem Video-Format nicht zurechtkommen, und ein extrem zeitaufwendiges Neukomprimieren erforderlich wäre.
Doch es gibt eine einfache und schnelle Methode um die Aufnahmen, die von Kaffeine schon in einem Mpeg2-Format gespeichert werden, DVD-kompatibel zu machen.
Dazu benötigt man die beiden Programme ‘avidemux’ und ‘ManDVD’.
Avidemux lässt sich ganz einfach über den Paktemanager installieren, sofern man die Paketquellen ‘universe’ und ‘multiverse’ aktiviert hat (Ubuntu Linux).
Mandvd ist hier erhältlich: http://www.getdeb.net/app.php?name=ManDVD
Die Schritte:
- Kaffeine starten und den DVB-Kanal auswählen
- Im Menü auf DVB -> Configure DVB -> Recording klicken und MPEG_PS als bevorzugtes Format auswählen. Dann noch das Aufnahmeverzeichnis festlegen
- Die Aufnahme starten
- Die Aufnahme stoppen (dabei sollte die Ausgabedatei erstellt werden)
- Kaffeine beenden (oder weiter TV schauen, es wird im weiteren nicht viel CPU-Leistung benötigt)
- Avidemux starten und die aufgenommene Datei öffnen.
- Folgende Einstellungen vornehmen: Audio - Kopie, Video - Kopie, Format - MPEG PS (A+V). Es wird hierbei keine Neukodierung von Audio und Video vorgenommen - kein Qualitätsverust! Der Vorgang ist nur notwendig, damit das MPEG Format konform ist.
- Die Datei speichern und die .mpg Erweiterung verwenden. Danach kann die Aufnahme-Datei von Kaffeine gelöscht werden, um Speicherplatz freizugeben.
- ManDVD starten
- Nun kann die Datei zum Projekt hinzugefügt werden, und sie wird nicht neu kodiert!
Original How-To (in englisch): http://ubuntuforums.org/archive/index.php/t-118181.html
Update: ich habe nun ein Tool entdeckt, mit dem das finale Erstellen des DVD-Abbildes noch besser funktioniert als mit ManDVD. Das Programm nennt sich ‘DeVeDe‘, und ist in den Standard-Paketquellen enthalten.
Wichtig hier: beim Hinzufügen der von Avidemux erstellten MPEG-Dateien in DeVeDe einmal in die erweiterten Optionen gehen, und folgendes einstellen: Audio-Optionen->Diese Datei enthält bereits..., sowie Verschiedenes->Diese Datei ist bereits eine...
Dadurch findet kein Neukomprimieren statt, und der ganze Vorgang dauert lediglich ein paar Minuten!
Montag, 12. Januar 2009
Kürzlich hatte ich unter Ubuntu 7.10 eine PPTP-basierende VPN-Verbindung konfiguriert. Dazu benutzte ich das Tool ‘pptpconfig’, welches eine GUI zur Konfiguration bietet, die man normalerweise über die Kommandozeile und Konfigurationsdateien durchführen müsste.
Das hat auch soweit gut funktioniert.
Nach dem Upgrade auf Ubuntu 8.04 war das Tool aber nicht mehr vorhanden.
Ein Blick in die Paketquellen und etwas Nachforschen ergab dann, dass dieses Tool nicht mehr unterstützt wird, da es nicht mehr weiterentwickelt wird. Im Original-Text heisst es ‘obsolete and depreciated’.
Jetzt soll man laut Doku hierfür stattdessen unter Gnome den Network Manager verwenden, welcher mit der Erweiterung ‘network-manager-pptp’ versehen werden muss.
Das Problem hierbei ist, das die VPN-Optionen im Network-Symbol des Gnome-Panel nicht vorhanden sind.
Sie sind es jedoch, sobald man keine feste IP-Adresse verwendet. Man ist dann darauf angewiesen seine IP-Adresse von einem DHCP-Server zu beziehen.
Nur in diesem Zustand erscheinen die VPN-Optionen. Was sehr unpraktisch ist, wie ich finde. Klar, viele haben einen Router, der eh die IP automatisch vergibt. Aber man kann doch nicht bei 100% der User davon ausgehen?
Wie auch immer, da ich einen bestimmte IP-Adresse brauche, und mein Router keine IPs abhängig von der MAC vergeben kann, ist der Network Manager für mich keine Alternative.
Es gibt dann noch das KDE-basierende ‘kvpnc’, eine GUI für das Tool vpnc. Damit sehen die Erfolgschancen eigentlich recht gut aus.
In meinem Fall gibt es dabei jedoch ein kleines Problem, das mit dem zu verbindenden VPN-Gateway zusammenhängt, worauf ich keinen Einfluss habe.
Deshalb wieder zurück zu pptpconfig.
Ich habe es damit dann doch noch geschafft. Das Problem war allerdings dass das Tool aufgrund von unerfüllbaren Abhängigkeiten unter Hardy nicht installiert werden kann.
Um diese zu erfüllen, habe ich folgende Pakete heruntergeladen und mit alien aus den RPMs DEBs gemacht:
- php4-pcntl-4.4.1-2.i386
- php4-pcntl-gtk-1.0.2-2.i386
- php-gtk-pcntl-1.0.2-1.i386
- php-pcntl-4.4.1-1
- libglade-0.17-11
Das Tool pptpconfig stammt von folgender Paketquelle:
deb http://quozl.netrek.org/pptp/pptpconfig ./
Dienstag, 6. Januar 2009
Update (31.01.2009): Nach dem Einspielen der aktuellen Updates, unter anderem der Version 0.2.5 von gvfs, funktioniert nun nach wie vor alles (SMB Support in Nautilus fehlt nach wie vor). Das heißt, das Problem wurde vielleicht in dieser Version gelöst. Damit ist dieser Beitrag hier anscheinend überflüssig geworden...
Kürzlich habe ich mein Ubuntu-System von Gutsy (7.10) auf Hardy (8.04) aktualisiert.
Irgendwann (da hatte ich inzwischen sicher schon ein paar andere Sachen installiert) stellte ich dann folgende Fehler fest:
- Orte wie z.B. computer:/// oder trash:/// funktionierten nicht mehr
- das Tool nautilus-connect-server (‘Verbindung zu Server’) bot keine Servertypen mehr an, lediglich ‘Benutzerdefinierter Ort’
- keine Verbindungen über URLs wie sftp://servername mehr möglich
Nach einigem Googlen fand ich heraus, dass das Problem mit der Umstellung von gnomevfs auf gvfs zusammenhängt, welche in der neueren Gnome-Version 2.22 Einzug hielt.
Im Endeffekt fand ich 2 Ansätze, um das Problem zu beheben, beide betreffen die Pakete gvfs und gvfs-backends:
1) die beiden Pakete downgraden auf die Version 0.2.3-0ubuntu3 (die älteste Version die mit apt installierbar ist: 0.2.3-0ubuntu4)
Download der älteren Pakete z.B. bei Launchpad:
https://launchpad.net/ubuntu/hardy/i386/gvfs/0.2.3-0ubuntu3
https://launchpad.net/ubuntu/hardy/i386/gvfs-backends/0.2.3-0ubuntu3
Installation mit sudo apt-get install
Leider brachte dies bei mir nicht den gewünschten Erfolg. Jedoch kann es auch an meiner speziellen Installation liegen. Möglicherweise hatte ich mal irgendwann einen Bestandteil von Gnome manuell, also nicht über ein deb-Paket installiert. Ich weiß es nicht.
Wer das Problem lösen möchte, soll es ruhig erst mit dieser Variante probieren.
2) die einzige Lösung in meinem Fall bestand darin, die Quellen einer älteren gvfs Version herunterzuladen und manuell zu installieren
wget ftp://ftp.gnome.org/pub/gnome/sources/gvfs/0.99/gvfs-0.99.1.tar.gz
tar xvfz ./gvfs-0.99.1.tar.gz
cd gvfs-0.99.1
./configure
make
sudo make install
Nach dem Neustart von Gnome sollte dann wieder (fast) alles funktionieren.
Leider gibt es hier nach wie vor keine Verbindungsmöglichkeit zu SMB Shares (Windows Freigaben), da gvfs anscheinend (noch) keinen SMB-Support bietet (kann das jemand bestätigen?)
Fazit:
Eigentlich schon ein übler Bug, dass die Unterstützung für ‘Orte’ unter Gnome/Nautilus nach einem Upgrade nicht mehr funktioniert.
Meines Erachtens liegt es an einer Ko-Existenz des alten gnomevfs (welches immer noch vorhanden ist und aufgrund von Abhängigkeiten auch nicht deinstalliert werden kann) und dem neueren gvfs, welches erst in neueren Gnome-Versionen verwendet wird.
Montag, 14. Juli 2008
Nachdem ich nun einige Zeit recherchiert hatte, endete ich dann, wie schon angedeutet, bei einer Creative Karte.
Die Audigy2-Serie bietet den bestmöglichen Klang für’s Geld. Soviel steht fest.
Ich habe mich dann doch nicht für die Audigy2 Platinum entschieden, da ich eigentlich keine externe Box möchte, die wieder eine eigene Stromversorgung benötigt. Ausserdem besitzt diese Box zwar Chinch-Eingänge, aber die Ausgänge müssen auch hier von den Miniklinken der Soundkarte abgegriffen werden.
Deshalb ist es eine Audigy2 Value geworden. Die Karte an sich unterscheidet sich von der Vollversion lediglich durch das Fehlen des Firewire-Interface und der vergoldeten Buchsen. Der Soundchip ist derselbe.
Um die digitalen Anschlüsse (koaxial und optisch) zu bekommen, habe ich mir die Digital I/O Erweiterung bestellt, die leider mit 39,- € zu Buche schlug.
Die Karte wird unter Linux (Ubuntu) sofort problemlos erkannt und eingebunden.
Im ALSA-Mixer findet man dann einige Controls, die anfangs etwas verwirren.
Die Logik ist eine etwas andere, als bei den meisten anderen Soundkarten.

- der Master-Regler z.B. kennt kein Links und Rechts. Sprich, er ist vom Control her Mono ausgeführt.
Daher musste ich mein Skript für die Lautstärkereglung per Fernbedienung umschreiben.
- der Digital-Eingang (IEC958) ist regelbar. Bisher kannte ich das nicht, üblich ist sonst lediglich ‘Mute’ und ‘Unmute’
Einerseits ist das praktisch, andererseits fragt man sich wie das technisch gelöst wurde. Ein digitales Signal kann normalerweise nicht vom Level her verändert werden. Also muss es durch eine Konvertierung laufen.
- das Front-Signal lässt sich leider nicht hardwareseitig auf die Rear-Speaker duplizieren, die Funktion ‘duplicate front’ ist nicht im ALSA-Mixer zu finden.
- der Level des Digital-Ausgang ist fest mit dem globalen Ausgangssignal ‘verdrahtet’. Der Pegel ist also nicht fix, sondern entspricht dem des analogen Ausgangs-Level.
Das ist allerdings ein Problem. Im Normalfall schliesst man z.B. ein Surround-System oder einen Digital-Verstärker per Digitalausgang an. Diese Geräte haben aber eh alle eine eigene Lautstärkeregelung. Wozu als den Ausgang der Karte regeln. Das macht es z.B. nahezu unmöglich, einerseits über analoge Verbindung Aktivlautsprecher anzuschliessen und parallel dazu am Digitalausgang z.B. ein Surround-System.
Analoges und digitales Ausgangssignal lassen sich einfach nicht unabhängig regeln. Und das macht den Digitalausgang quasi nutzlos. Es sei denn, man verwendet ihn ausschließlich.
Dasselbe Problem dürfte auch bei der externen Box der Platinum Version existieren.
Da ich aber unabhängige Digital- und Analog-Ausgänge benötige, habe ich noch zusätzlich eine Terratec Karte eingebaut.
Dafür habe ich dann über die Datei .asoundrc ein virtuelles ALSA PCM-Interface erstellt, welches das Wave-Signal auf die zweite Karte dupliziert. Das funktioniert sogar ohne Zeitversatz, wie es bei einer einzelnen Soundkarte der Fall wäre.
So sieht nun übrigens die ‘Verschaltung’ des Ganzen hier aus:

Im Nachhinein denke ich mir schon, warum habe ich mir nicht irgend so ein semi-professionelles Interface mit Chinch-Anschlüssen geholt? Nunja, dann hätte ich aber wieder keinen Hardware-Mixer (ALSA) zur Verfügung, und müsste mit ‘Sound-Daemons’ arbeiten.
Fazit: die SoundBlaster Audigy2 ist die günstigste und klanglich beste Möglichkeit, den Linux-PC ressourcen-schonend zum MediaCenter zu machen. Allerdings ist der Digital-Ausgang nur eingeschränkt nutzbar, ohne die Digital I/O Erweiterung hat man nur die Möglichkeit ein Boxensystem von Creative digital anzuschliessen.
Wer sich für die Platinum-Version mit externer Box entscheidet, erhält zusätzlich etliche Eingänge, einen regelbaren Kopfhörer-Ausgang, S/PDIF und Firewire-Schnittstellen. Allerdings hat man dann auch wieder einen weiteren Stromverbraucher auf dem Tisch stehen.
Donnerstag, 3. Juli 2008
Jetzt suche ich schon seit einigen Wochen nach der optimalen Soundkarte, die mir unter Linux (ALSA Treiber) bestimmte Features bieten sollte, auf die ich gleich eingehen werde.
Folgendes Szenario:
An die Karte soll ein Paar Aktivboxen älterer Bauart (Grundig Super HIFI Aktiv-Box 20) direkt angeschlossen werden.
Die Master-Lautstärke, die an die Aktivboxen ausgegeben wird, regelt man über das ALSA Master Mixer Control, welches per Fernbedienung (lirc) angesteuert werden kann.
Sprich, man spart sich jeglichen Verstärker und kann somit die Gesamtlautstärke des Systems per Fernbedienung steuern. Das funktioniert auch soweit.
Nun ist es ein Unding, dass die meisten Soundkarten nur per 3.5mm Miniklinke mit der Aussenwelt kommunizieren können (abgesehen von digitalen Ausgängen, die aber wiederum nicht regelbar sind).
Hier kommen also diese Adapter von Klinke auf Cinch zum Tragen, mit denen jedoch eine Signalverschlechterung sowie die Tatsache des Platzproblems bezüglich der Abstände der Klinkenbuchsen einhergeht.
Desweiteren kommt hier zum Tragen, dass die meisten Soundkarten, die mit diesen Miniklinken Ausgängen versehen sind, nicht wirklich audiophil sind, sprich, deren Signal-Rauschabstand sowie Klirrfaktor ist eigentlich nicht wirklich hochwertig.
Desweiteren soll die Karte Hardware-Mixing können, also ohne weitere Software in der Lage sein, mehrere Soundquellen gleichzeitig auszugeben.
Ausserdem wäre es schön, wenn die Karte ein zweites Ausgangs-Paar besitzen würde, um bei Bedarf ein weiteres Paar Lautsprecher ansteuern zu können (‘duplicate front’. Beispiel: ein Paar im Wohnzimmer, ein weiteres im Schlafzimmer. Das Ausgangssignal soll also auf beide Ausgänge dupliziert werden können.
Ein weiterer Faktor ist, dass die Karte einen analogen Line-Eingang besitzen soll, was ja in der Regel gegeben ist. Dieser sollte aber ebenfalls in Form von Cinch Anschlüssen vorhanden sein, um Geräte wie externe Mischpulte oder Tape-Decks usw. ohne Umwege anschliessen zu können.
Dazu kommt dann noch der Bedarf eines optischen S/PDIF Eingangs, zum Abgreifen des Digital-Anschlusses einer Spielkonsole oder eines digitalen Abspielgeräts wie z.B. DVD- oder MD-Player.
So, das war’s schon
So sieht das Szenario also aus.
Nochmal die Anforderungen zusammengefasst:
- Line-Ausgang in Form von Cinch-Buchsen
- zweiter Line-Ausgang, der bei Bedarf dasselbe Signal wie der erste liefert
- Line-Eingang in Form von Cinch-Buchsen
- Hardware-Mixer
- S/PDIF Eingang
Leider stösst man hier auf etliche Probleme.
Die besten Ergebnisse, was die technischen Möglichkeiten angeht, hatte ich bisher mit 2 Terratec-Soundkarten: DMX XFire 1024 (leider keinen optischen Eingang) und SixPack 5.1 (leider keine Duplizierung auf den 2ten Line-Ausgang, dies kann nur per Software-Routing erreicht werden, was CPU-Last kostet)
Beide Karten unterstützen dafür allerdings Hardware-Mixing.
In Betracht kommen dann noch diverse Creative-Karten, wie z.B. die Audigy und Live-Serie. Diese besitzen aber keine optischen Eingänge, und die Line-Anschlüsse sind natürlich wieder als 3.5mm Miniklinken ausgeführt.
Dann gibt es noch diverse semi-professionelle Audiokarten mit Cinch-Anschlüssen, wie die Midiman Audiophile 24/96 (kein Hardware-Mixer Support), Echo Mia (kein optischer Eingang, nur 1 Cinch Ausgangs-Paar), Terratec EWX 24/96 (kein Hardware-Mixer Support) usw.
Selbst die Platinum-Varianten der Creative Audigy-Karten, welche eine Breakout-Box mit etlichen Anschlüssen beeinhalten, besitzen leider keine Cinch-Ausgänge, dafür aber Hardware-Mixer Support und optische S/PDIF Anschlüsse.
Fazit: Es ist also ziemlich verzwickt. Ich glaube die Karte die ich suche, gibt es leider noch nicht.
Samstag, 7. Juni 2008
Wieder mal ein Thema, wenn man im PC mehrere aktive Soundkarten hat: wie kann man die Karte festlegen, die standardmäßig von ALSA verwendet wird?
Bei Ubuntu (Gnome Desktop) gibt es zwar unter Menü->Einstellungen->Audio die Möglichkeit, die Standard Audio-Geräte festzulegen, aber das funktioniert nicht immer.
Eine generelle Methode, um die Standard-Soundkarte für ALSA zu definieren, bietet ein Tool, dass in dem Paket ‘alsa-tools’ enthalten ist:
asoundconf
Um die Nummern der vorhanden ALSA-Geräte zu ermitteln, kann man folgenden Befehl verwenden:
sudo alsactl names && cat /etc/asound.names
Danach kann man unter Angabe der entsprechenden ermittelten Nummer (hw:x) die Standard-Soundkarte festlegen. Beispiel für die Karte mit der Nr. 1:
asoundconf set-default-card 1
Der Vorteil ist, dass die meisten Anwendungen die auf ALSA als Audiotreiber zurückgreifen, das virtuelle Gerät ‘default’ verwenden, und man somit überall die richtige Soundkarte zur Verfügung hat.
Warum eigentlich mehrere Soundkarten?
Ich habe festgestellt, dass die wenigsten PCI-Soundkarten einen echten ‘Hardware-Mixer’ an Board haben. Ohne diesen muss also ein weiteres Stück Software laufen, dass die gleichzeitigen Zugriffe verschiedenener Anwendungen auf das selbe Soundausgabegerät erlaubt. Eine Alternative dazu ist, eine zweite Soundkarte zu verwenden.
Desweiteren kann man über den Eingang einer zweiten Soundkarte eine Quelle aufzeichnen, während man über die erste Soundkarte gerade eine andere Quelle hört.