Freitag, 22. Februar 2008
Ein Thema, das mich schon einmal eine Zeitlang beschäftigte. Wie synchronisiere ich mein Nokia E61 per USB mit dem Programm Evolution?
Damals unter PCLinux OS, basierend auf Mandrake und Kernel 2.6.18, scheiterte dieses Unterfangen.
Mein damaliges Haupt-Problem war, das nach dem Anschließen des Nokia E61 sich der komplette USB-Stack dieses Linux-Systems verabschiedete. Ein USB-Bug im Kernel war die Ursache.
Vielleicht wäre ich nach einem Kernel-Upgrade weiter gekommen, aber auch dann wäre der Weg noch steinig genug gewesen. Ich hatte damals einfach keine Lust mehr.
Was mich sogar dazu brachte, wieder zurück zu Windows XP und der Nokia PC Suite zu gehen.
Nun, bei einem erneuten Versuch, diesmal unter Ubuntu Gutsy, ist das Kernel-Problem nicht mehr vorhanden.
Hier leistet die Version 2.6.22 ihre Dienste.
Schon damals unter PCLinux OS bin ich aber zu dem Schluss gekommen dass ein Syncen des Nokia E61 mit Evolution per USB möglich sein muss. Einige Funde per Google deuteten bereits darauf hin.
Die meisten Anleitungen beschreiben allerdings den Weg per Bluetooth.
Dennoch konnte ich einige Informationen zusammentragen, und bin nun letztendlich auf den richtigen Weg gekommen.
Involviert in dem ganzen Prozess ist folgende Software:
- das Synchronisations-Framework ‘opensync’
- die SyncML Protokoll-Bibliothek ’syncml’
- die WBXML Parsing und Encoding Bibliothek ‘wbxml2′
- das Synchronisations-Tool ‘multisync’
- natürlich das Email-Programm Evolution
- und ein multisync-Plugin für Evolution
Folgende Pakete müssen also installiert sein (teilweise aufgrund von Abhängigkeiten automatisch):
- libopensync0
- multisync
- multisync0.90
- multisync-tools
- opensync-plugin-evolution
- opensync-plugin-syncml
- libsyncml0
- libsyncml-utils
- libmultisync-plugin-evolution
- libwbxml2-0
Der Zugriff auf das USB-Device ist leider derzeit standardmäßig auch unter Ubuntu Gutsy nur mit root-Rechten möglich.
Dies zeigt sich bei Eingabe folgenden Befehls als normaler User:
syncml-obex-client -u
Die Ausgabe:
Superuser privileges are required to access complete USB information.
Da wir aber nicht als root arbeiten wollen, muss eine Lösung hierfür gefunden werden.
Zunächst in einem Terminal den Befehl ‘lsusb’ ausführen.
In meinem Fall ergibt das folgende Ausgabe:

Mit diesen Informationen kann das Problem umgangen werden. Hierzu müssen die udev rules bearbeitet werden:
sudo gedit /etc/udev/rules.d/40-permissions.rules
Dazu werden die Vendor und die Product ID, wie zuvor mit lsusb ermittelt, benötigt.
Im Falle meines Nokia E61 lautet der Eintrag also folgendermaßen:

Der Username ‘netandif’ muss natürlich durch den entsprechend vorhandenen ersetzt werden.
Danach sollten die udev-Rules neu eingelesen werden mit:
sudo udevcontrol reload_rules
Jetzt hat man auch als User die Möglichkeit, auf das USB-Device zuzugreifen.
Die Eingabe von syncml-obex-client -u ergibt nun folgendes:

Nun ist es an der Zeit, das Sync-Tool einzurichten.
Dazu zunächst in einem Terminal folgendes eingeben:
msynctool –addgroup nokia
msynctool –addmember nokia syncml-obex-client
msynctool –addmember nokia evo2-sync
Wenn dabei keinerlei Meldungen erscheinen, hat es geklappt.
Danach müssen die beiden Member der Sync-Gruppe konfiguriert werden.
Dies kann entweder über die später beschriebenen grafischen Oberflächen, oder aber per direkter Bearbeitung der Konfigurationsdateien in der Konsole durchgeführt werden:
msynctool –configure nokia 1

msynctool –configure nokia 2

In diesem Fall ist der wichtigste Part die Konfiguration von Member 1, nämlich dem syncml-obex-client.
Die relevanten Parameter:
- interface: die Nummer des Interface mit der Beschreibung SYNCML-SYNC, die mit syncml-obex-client -u ermittelt wurde. Im Normalfall ist es die 0
- identifier: Hier muss in jedem Fall ‘PC Suite’ stehen, sonst wird der Connect vom Telefon abgelehnt
- wbxml: muss auf 1 stehen, sonst bricht die Kommunikation mit dem Telefon bereits am Anfang ab
- username und password ist im Normalfall leer, ausser im Telefon wurden diese eingerichtet
- type: 5 für USB
- recvLimit: der Wert muss auf jeden Fall erhöht werden. ‘0′ Funktioniert nicht
- Contact_db: Beim E61 lautet der Name ‘Contacts’
Auf Basis dieser Einstellungen kann man nun in freudiger Hoffnung das MultiSync GUI öffnen:
multisync0.90
Bzw. im Menü unter Zubehör ‘Multisync-quad’ aufrufen.

Wenn alles geklappt hat, kann man nun unter Ubuntu Gutsy sein Nokia E61 mit den Evolution-Daten syncen…
Hinweis: ich habe mich bisher auf die Synchronisation der Kontakte beschränkt.
Es sollte aber auch mit dem Kalender möglich sein.
Das Syncen der Notizen wird vom Evolution Plugin leider nicht unterstützt.
Update: als Alternative zum MultiSync GUI kann auch das Programm ‘KitchenSync’ verwendet werden, welches eigentlich aus KDE stammt, aber auch unter Gnome läuft:

Noch ein Hinweis (danke an Malte Christiansen):
Am Handy selbst muss noch unter ‘Verbindungen’ -> ‘Datenkabel’ der Modus ‘PC Suite’ eingestellt sein.
Montag, 24. September 2007
oder doch lieber nicht? Kämpfe gerade mit dieser Überlegung.
Warum?
Weil mein neues Smartphone eine wunderschöne Software-Suite mitbringt, welche leider nicht unter Linux läuft.
Aber so leicht wollte ich natürlich nicht aufgeben.
Da ich unter Linux mit Evolution arbeite, welches sich wunderbar mit Palm Smartphones syncronisieren lässt, hatte ich da natürlich bisher kein Problem. Nun ist aber das neue halt kein Palm mehr.
Ich dachte eigentlich, dass es ohne weiteres machbar sein müsste, ein Symbian OS Smartphone mit Linux zu syncronisieren. Pustekuchen!
Es existieren Ansätze, ja. Zum Beispiel gibt es eine Anleitung, wie man per Bluetooth und dem Standard ‘SyncML’ auf eine entsprechende Server-Anwendung zurückgreift, und diese dann Wiederum auch mit Evolution ’sprechen lässt’.
Auch per USB wäre es im Prinzip möglich, über diesen SyncML Standard zu syncen. Dafür gibt es allerdings keine Anleitung.
Desweiteren ist ein Kommandozeilen-Tool ‘msync’ verfügbar, und dann gibt es noch das Paket ‘opensync’, für das auch ein Plugin für Evolution existiert.
Ein paar Möglichkeiten also, die aber alle erstmal konfiguriert werden müssen. Nein, da heisst es nicht einfach ’setup.exe ausführen und Gerät einstecken wenn man dazu aufgefordert wird’.
Naja, soweit so gut. Beinahe hätte ich aber eine Lösung hinbekommen.
Doch dann wurde mir ein Strich durch die Rechnung gemacht:
Beim Einstecken meines Smartphones und Aktivieren der USB-Verbindung bekomme ich einen Kernel-Fehler und der komplette USB-Stack verabschiedet sich.
Puhh! Unschöne Sache. Ein Googlen nach dem Problem ergab zwar das Linux Kernel < 2.18 da ein Problem hätten. Aber leider habe ich ja bereits einen 2.18.x Kernel. Also entweder hat dieser dennoch den Bug, oder es existiert hier ein anderes Problem (Chipsatz o.ä.)
Also was machen?
Kernel upgraden?
Bluetooth Interface einbauen?
Nach langem Grübeln ist mir dann noch eine andere Idee gekommen.
Ich könnte doch weg gehen von dem lokalen ‘Syncen’ hin zu einer eher Lokations-unabhängigen Variante.
Sprich: ich synce nur noch mit Netzwerk- oder Internet-Servern.
Ein Ansatz dazu ist, auf einen Exchange Server zuzugreifen. Zuhause per WLAN über das Internet, in der Arbeit über WLAN und direktes Netz, und unterwegs über UMTS.
Dadurch hätte ich immer Zugriff auf ein und denselben Kontakt- und Email-Bestand. Kein Syncen wäre mehr nötig.
Zuhause würde ich dann auch auf das Exchange Konto zugreifen. Der Nachteil dabei ist allerdings, dass ich dann auch meine privaten Kontakte und Emails auf dem Firmenserver hätte. Ob ich diesen Schritt wagen will, bin ich momentan noch ziemlich unsicher…
Eine weitere Variante bestünde darin, einen im Internet stehenden Server mit einer Kommunikations-Lösung wie z.B. eGroupware oder PHProjekt zu verwenden.
Diese Web-Portale bieten mittlerweile recht gute Funktionalität, was die Verbindung mit allen möglichen Email-Standards sowie mobilen Geräten betrifft.
Naja, mal kurz gesagt: all das ist eine scheiss Arbeit.
Die Alternative dazu: Windows booten - Nokia PCSuite installieren - syncen, Anwendungen installieren usw.
(und die viele Arbeit die man sich mit Linux gemacht hat eben als Erfahrung verbuchen…;-))
Das Einzige Problem dabei dann noch: die Emails von Evolution/Linux wieder zurück nach Outlook/Windows zu bekommen ist eine scheiss Arbeit…
Donnerstag, 7. Juni 2007
Nach einigen Versuchen habe ich es nun doch geschafft, einen Anrufbeantworter unter PCLinux OS mit vbox und der AVM Fritzcard PnP einzurichten.
Es gibt eigentlich nur einen (nachvollziehbaren) Weg, es zum Laufen zu bekommen.
Hier die Schritte:
1) Kernel neu compilieren (da der Kernel von PCLinuxOS nicht mit der Unterstützung für ‘Hisax’ erstellt wurde.
Hisax ist ein Treibermodul, das einige ISDN-Karten unterstützt. Es handelt sich um die älteste Lösung für ISDN unter Linux.
Es ist ungewönlich, dass der Standard-Kernel von PCLinux OS 2007 ohne diese Unterstützung kompiliert wurde. Wahrscheinlich hat man diese Module nicht mehr für wichtig erachtet, oder man hat es einfach vergessen.
2) Die Pakete isdn4k-utils und isdn4k-utils-vbox installieren. Diese beeinhalten die notwendigen Tools sowie den Anrufbeantworter vbox.
3) Die Fritzcard PnP muss noch konfiguriert werden, damit der Hisax-Treiber korrekt geladen werden kann.
Hierzu zunächst die ISA Plug and Play Konfiguration mit ‘pnpdump > /etc/isapnp.conf’ in die Konfigdatei schreiben.
Diese Datei muss dann editiert und an die tatsächlich verwendeten Ressourcen der Karte angepasst werden. Hilfe dazu findet man in der Datei selbst.
Danach können mit ‘isapnp /etc/isapnp.conf’ die Einstellungen an die Karte ‘geschickt’ werden.
Als nächstes muss das Hisax-Modul mit den gleichen Ressourcen-Einstellungen wie bei isapnp geladen werden.
Beispiel: ‘modprobe -v hisax id=hisax1 irq=9 io=0xffe0 protocol=2 card=27′
Wenn dieser Schritt erfolgreich verlaufen ist, kann man mit ‘lsmod’ prüfen ob die Module ‘hisax’ und ‘isdn’ geladen wurden.
4) Nun muss vbox, bzw. der eigentliche Anrufbeantworter-Dienst ‘vboxgetty’ konfiguriert werden. Dieser Schritt ist relativ aufwändig. Zunächst muss man einen User anlegen, unter dem der Anrufbeantworter laufen soll.
In dessen Homeverzeichnis muss nun eine bestimmte Verzeichnisstruktur für vbox angelegt werden.
Desweiteren sind ein paar Scripts und Konfigurationsdateien sowie Sounddateien für den Anrufbeantworter in dieser Verzeichnisstrukur unterzubringen.
Ausführliche Anleitungen dazu sind im Netz zu finden. Links dazu siehe unten.
Hat man die Hürden dieser manuellen Einrichtung einmal überwunden und ein ‘vboxgetty’ am Laufen sollte man bereits in der Lage sein, Anrufe durch vbox entgegennehmen zu lassen. Z.B. mit folgendem Kommando: vboxgetty -d /dev/ttyI6
Möchte man an dieser Stelle üerprüfen ob soweit alles funktioniert , hat man die Möglichkeit entweder in der Datei /var/log/messages oder in den Logfiles von vbox (/var/log/vbox/) nachzusehen.
Ansagetext sowie Beep-Signal liegen im speziellen vbox .msg-Format vor, welches ein leicht abgewandeltes AU-Format ist.
Das Erstellen eigener Soundfiles kann entweder durch eigenes Aufsprechen auf den AB erfolgen (die aufgenommene Datei dann in das messages-Verzeichnis kopieren und nach standard.msg umbenennen) oder man verwendet einen Soundfile-Editor wie z.B. ‘Audacity’, speichert die Datei im AU-Format und wandelt sie hernach mit dem commandline-Tool ‘autovbox’ in das vbox-Format um.
Nun ist es an der Zeit, ein Interface zu starten, mit dem man auf den Anrufbeantworter zugreifen kann.
Mitgeliefert ist das Tool ‘vbox’ dass einen textbasierten Zugriff ermöglicht.
Desweiteren gibt es im Netz ein paar grafische Frontends. Eins davon wäre z.B. das Tool ‘VboxJ’, welches in Java geschrieben wurde, und sehr vielversprechend wirkt.

Leider gibt es an dieser Stelle immer noch ein ungelöstes Rätsel für mich: sowie das mitgelieferte ‘vbox’ also auch dieses VboxJ möchten auf den Anrufbeantworter per Netzwerk zugreifen (auch wenn man lokal arbeitet).
Dazu ist es anscheinend erforderlich, einen Dienst am Laufen zu haben: ‘vboxd’. Diesen Dienst konnte ich bisher aber noch nicht dazu bewegen, zu starten.
Deshalb habe ich mich auf die Suche nach einem anderen Frontend für vbox gemacht, und bin auf ‘Kam2′ (KDE Answering Machine) gestossen.

Obwohl dieses Tool seit KDE2 nicht mehr weiterentwickelt wird, konnte ich es unter KDE 3.5.6 kompilieren und zum Laufen bringen.
Dieses Programm ist recht einfach gehalten, bietet aber folgende Möglichkeiten:
- Anzeigen eingehender Anrufe inkl. Telefonnumer, bei Bedarf Signalton
- Überwachung auf neue Nachrichten und Anzeigen der Telefonnummer bzw. zugewiesenen Namen (falls in vbox eingepflegt)
- Anhören sowie Löschen von Nachrichten
Ich gebe zu, etwas aufwändig, das Ganze.
Aber wenn man es einmal durchgezogen hat, erscheint es gar nicht mal mehr sooo unlogisch…
Links:
Pro-Linux: Luxus-Anrufbeantworter unter Linux - Teil 1
FAQ for isdn4linux: Features
Linux ISDN HOWTO: Hardware-Modul laden
Linux NetMag - ISDN-Anrufbeantworter
Linux Links - The Linux Portal: Software/Internet/Communications/ISDN
Dienstag, 29. Mai 2007
So, jetzt will ich hier mal ein Thema behandeln, das mich schon lange beschäftigt, aber mangels konkreter Durchführung bisher noch nichts berichtenswertes hervorgebracht hat: der Umstieg von Windows auf Linux bei einem ‘normalen’ Desktop-PC.
Das Hauptproblem dabei ist, dass oftmals eine grosse Verwöhntheit durch Windows bei den Usern vorherrscht.
Ich möchte mich dabei selbst überhaupt nicht ausschliessen. Im Gegenteil, wie mein folgender Bericht schildern wird.
Die Frage ist ja immer: was möchte / muss man mit dem PC machen?
Über diese Frage sollte man genauestens nachdenken, falls man ernsthaft mit dem Gedanken spielt auf Linux zu wechseln.
Warum?
Nun, es ist kein Geheimnis dass diese ansonsten sehr benutzerfreundlich zu gestaltenden (auf Linux basierenden) Betriebssysteme einen sehr entscheidenden Nachteil gegenüber dem am Markt verbreiteten Windows haben: die meisten Programme sind nicht für sie geschrieben. Im Speziellen wurden bisher für Linux keine kommerziellen Spiele entwickelt, was diesen Markt für Linux praktisch als nicht vorhanden deklariert.
Natürlich ist es keine Frage, dass kommerzielle Softwareschmieden für das Betriebssystem entwickeln welches am weitesten verbreitet ist.
Somit ist es im Falle von Linux und auch Open Source Software im Allgemeinen so, dass die Hauptarbeit der Entwicklung ehrenamtlich geleistet wird.
Dennoch existieren einige Firmen, die mit der Hilfe von Linux und OSS (Open Source Software) Geld verdienen. In erster Linie natürlich durch Support / Dienstleistung.
Jeder ist ja im Prinzip aufgrund der verfügbaren Software-Quellen selbst in der Lage, Programme auf Basis der ‘Sources’ zu erstellen bzw. wie im Falle von Linux den Kernel selbst neu zu kompilieren (Binärdateien aus den Quellen erzeugen).
Da dies einiges an Arbeit bedeutet und somit eher von ‘Freaks’ in ihrer Freizeit getätigt wird, besteht für den Otto-Normal-Verbraucher durchaus ein Interesse diese Dienstleistung in Anspruch zu nehmen.
Solange aber nicht genügendes kommerzielles Interesse an eine Software-Lösungen auf Basis von OpenSource vorhanden ist, wird auch niemand von dem Umsatz damit leben können.
Aber ich schweife jetzt langsam vom Thema ab. Was ich sagen will ist, dass für Linux Betriebssysteme leider nicht genügend kommerziell entwickelte Software vorhanden ist.
Aufgrund dieser Tatsache muss man immer im Einzelfall sehen, ob die Anforderung an die Funktionalität eines PC’s unter Linux genauso zu gewährleisten ist, wie sie es unter Windows ist.
Im Falle meines privaten Haupt-Rechners (sprich: Web, Email, Musik, Officeprogramme, Netzwerk-Tools, evtl. noch Scannen und Faxen) ist es so, dass diese Anforderungen nahezu im Ganzen durch den Umstieg von Windows XP auf Linux erfüllt werden können.
Theoretisch wäre alles möglich. Aber in der Praxis ist es leider so, dass nicht alle verfügbaren Softwarelösungen homogen bzw. ausgereift genug sind.
Im Speziellen handelt es sich hierbei in meinem Falle um eine ‘Out of the box’ funktionierende Lösung um den PC als Anrufbeantworter fungieren zu lassen.
Ich besitze eine AVM FritzCard PnP, die unter Windows mit der Software ‘Fritz’ eine praktische Lösung der Anruf-Verwaltung darstellte.
Das Prinzip war eigentlich einfach: der Treiber für die Fritz-Karte stellte eine Capi (Common Application Interface) - Schnittstelle bereit, und die Anwendung (FritzVox) griff darauf zurück. Sehr komfortabel, das Ganze. Ich hätte mir ein ‘Fritz’ für Linux gewünscht. Nur leider gibt es für AVM wohl keinen (lukrativen) Linux-Markt.
Wie auch immer, es gibt drei Möglichkeiten, ISDN unter Linux zu betreiben:
- isdn4linux (bereits im Linux-Kernel unterstützt)
- capi4linux (von AVM entwickelt)
- mISDN (Open Source Projekt)
Naja, isdn4linux ist im Kernel drin, funktioniert aber nicht mit vbox, der Anrufbeantworter-Software (obwohl integriert). Bei capi4linux muss man einen eigenen Treiber kompilieren, der aber wiederum nicht mit vbox kompatibel ist (jedoch CAPI bereitstellt). Die Software ‘mISDN’ scheint eigentlich sehr vielversprechend, aber unterstützt anscheinend meine FritzCard PnP nicht.
Mit anderen Worten: es geht nicht (ich habe Stunden mit der Suche nach einer Lösung verbracht).
Das Schlimme daran ist ja eigentlich, dass es vielleicht möglich gewesen wäre es mit einer anderen Linux-Distribution zum Laufen zu bekommen.
Aber da hätte dann wahrscheinlich wieder etwas anderes nicht funktioniert.
Nun gut, da ich jetzt hier unter PCLinuxOS 2007 bin und alleses Sonstige (ausser dieser ISDN-Geschichte) recht gut funktioniert , lasse ich es dabei mal gut sein,
und verbleibe mit einem Blick auf meinen (mittlerweile doch recht zufriedenstellend eingerichteten) Linux-Desktop:


Euer NetAndif
to be continued…
Dienstag, 13. März 2007
So nun hatte ich also meine zuvor auf die JackLab-10.2-Distribution aktualisierte SuSE 10.1 nun auf openSUSE 10.3 (Alpha1) gebracht.
Meine zuvor in YaST eingepflegten Installationsquellen waren noch vorhanden, aber deaktiviert. Logischerweise.
Ich suchte dann nach den YaST-Quellen für 10.3 ( = Factory Distribution, Entwicklerversion), fand auch welche und pflegte diese ein.
Nun fiel mir aber auf, dass die Partitionsgrösse von 8 GB eigentlich zu klein war, um hier noch etliches an Software zu installieren.
Deshalb versuchte ich, die Partitionierung zu verändern. Leider gelang es mit keinem Tool, die erweiterte Partition in der sich meine Linuxe befinden, zu vergrössern.
Darum nahm ich eine grössere Festplatte, auf die ich dann mit Ghost das Ganze rüberklonen und dabei vergrössern wollte.
Das klappte auch wie erwartet. Natürlich musste danach der Grub Bootloader neu installiert werden. Dies war vom Rescue-Boot aus auch kein Problem. openSUSE bootete danach auch wieder, jedoch blieb das System beim hochfahren stehn, mit der Meldung dass es auf eine Festplatte warten würde. Irgeneine Komponente versucht also, die Festplatte mit ihrem ‘echten Namen’ anzusprechen. Dies macht es quasi unmöglich, so ein OS zu klonen. Da frag ich mich echt, was das soll.
Da ich nicht weiss, an welcher Stelle beim Boot die Festplatte ‘gerufen’ wird, musste ich das System also dann doch noch einmal neu aufsetzen. Eine nochmalige Aktualisierung lies ich dann doch bleiben, und sicherte vor der Neu-Installation noch ein paar Dateien weg (z.B. meine mühsam erstellte X-Konfiguration und meine Bootmenü-Liste).
Hier jetzt noch der obligatorische Bericht:
(mehr…)
Chriss - 08.11.2006 - 00:38:58
Woah, geiles Farbspiel