NetAndif


Freitag, 29. Juni 2007

DOSBox: DOS-Sequenzer wiederbelebt

Kategorie: Musik – netandif – 22:43 | 454 mal aufgerufen

Der DOS-Sequenzer ‘Sequenzer Plus Gold’ von Voyetra ist mittlerweile kostenlos erhältlich. Ich hatte Anfang der 90er Jahre irgendwann eine Soundkarte von einem Bekannten erworben, bei der eben dieser Sequenzer dabei war (in der ‘Classic’ Version).
Durch dieses Programm bin ich überhaupt erst zum Musik machen gekommen, damals noch mit externen Hardware-Synthesizern.
Die einfache, schnelle und zugleich mächtige Bedienung dieses reinen MIDI-Sequenzers hatte mich damals komplett in den Bann gezogen und es machte unglaublich viel Spass mit diesem Programm Musik zu machen, so dass ich damit etliche Songs erstellt habe. Einige dieser Tracks kann man heut noch auf www.soundtimes.de hören.
Die Umstellung auf Windows, die hauptsächlich aufgrund von Audio und VST-Plugin Unterstützung erfolgte, brachte allerdings auch einen massiven Einbruch an intuitiver Arbeitsweise mit sich.
Lange Zeit habe ich gebraucht, um mich an den immerhin sehr guten Windows-Sequenzer Logic Audio zu gewöhnen. Aber ich hatte nie mehr zurückgefunden in diese ‘Macht’ die ich damals zu DOS-Zeiten über die MIDI-Noten hatte.
Die Tatsache, dass es mittlerweile sehr viele hervorragende, kostenlose Software-Synthesizer und -Sampler gibt, sowie das Programm ‘Ableton Live’ haben zwar über einiges hinweg-getröstet aber dennoch habe ich nie die schnelle, effektive Arbeitsweise des DOS-Sequenzers im Verbund mit externer Hardware erreicht.

Bereits vor einiger Zeit habe ich mal das Experiment gewagt, einen 2ten PC unter DOS mit dem SEQ und einem MIDI-Interface auszustatten, und diesen dann per MIDI mit meinem Windows-Rechner zu verbinden. Das hat auch soweit gut funktioniert. Aber es war etwas ‘unhandlich’ immer 2 Rechner hochzufahren, und einen zweiten Bildschirm zu betreiben bzw. per Video-Eingang das Bild des DOS-PCs in einem Fenster einzubinden.

Deshalb nun das Experiment mit Sequenzer Plus unter der Software ‘DOSBox’.

SEQ Main SEQ Edit
SEQ View SEQ Options

Manch einer mag sich vielleicht fragen: ‘Warum nicht einfach den Sequenzer in einer DOS-Box starten?’
Nun, das hat drei Gründe:
1) Das MPU401-kompatible Interface welches Windows in einer DOS-Box bereitstellt, funktioniert nicht mit SEQ (->Interrupt not found)
2) Der DOS-Sequenzer unterstützt sehr wenig MIDI-Hardware direkt, USB-Geräte schon gar nicht
3) Selbst wenn man ein unterstützes MIDI-Interface besitzt, ist die Echtzeit-Performance in der Windows DOS-Box leider unzureichend.

Die Software ‘DOSBox’ ist eigentlich für alte DOS-Spiele entwickelt worden, und insofern auf Multimedia-Funktionen optimiert.
Deshalb liegt die Idee nahe, den alten DOS-Sequenzer damit laufen zu lassen.
Da nun halt die Priorität der DOSBox-Entwickler bei DOS-Spielen liegt, wurde bisher leider nicht die Unterstützung eines MIDI-Eingangs implementiert.
Dies wäre aber ein KO-Kriterium für den Sequenzer.
Glücklicherweise gab es aber noch jemand der genau das gleiche Vorhaben hatte wie ich.
Und so bin ich nach einiger Recherche auf einen Thread gestossen, in dem sich jemand erbarmt hat den MIDI-Eingangs Code zu schreiben und eine modifizierte Programmdatei bereitzustellen.

Um die MIDI Ein- und Ausgänge der unter Windows installierten MIDI-Interfaces in SEQ verwenden zu können, muss die MPU401-Unterstützung von DOSBox konfiguriert werden. Ausserdem ist eine Zusatz-Software (in diesem Fall ‘Sonic Foundry MIDI Router’) zu installieren, falls man die MIDI-Signale des DOS-Seqenzer von bzw. zu anderen Programmen routen will (dann macht es eigentlich erst richtig Sinn)

How-To:

Sonic Foundry Virtual MIDI Router: Download Seite
Sequenzer Plus Gold: Download ganz unten auf der Seite Hinweis: die Installation des Sequenzer muss von Diskette erfolgen.
DOSBox: Download Seite
DOSBox Binärdatei mit MIDI-In Support: ganz unten in diesem Thread
Hinweis zu DOSBox: Das virtuelle Laufwerk C sollte einem Verzeichnis zugeordnet werden, in dem sich der installierte SEQ befindet. Wenn sich SEQ also z.B: in ‘c:\dosboxdrive\seq’ befindet, dann das Laufwerk C in DOSBox wie folgt zuweisen: mount c c:\dosboxdrive. Der Start des Sequenzers erfolgt dann innerhalb von ‘c:\seq’ mit ’seq.bat’

Nach der Installation des Virtual MIDI Routers erscheint im Gerätemanager dieser Eintrag.

Die Anzahl der virtuellen MIDI-Ports kann auch noch nachträglich in den Eigenschaften des Treibers geändert werden. Im Normalfall sollte aber ein Port reichen.


Durch Aufrufen des Befehls ‘mixer /listmidi’ innerhalb von DOSBox erhält man eine Liste der im System vorhandenen MIDI-Devices.

DOSBox MIDI Devices

DOSBox MIDI Config

Nun muss die zuvor ermittelte Nummer des MIDI-Gerätes in der Konfigurationsdatei von DOSBox hinterlegt werden. Den Eingangs-Port wird man wahrscheinlich auf das Gerät legen, an dem z.B. ein MIDI-Keyboard angeschlossen ist. Den Ausgang lege ich auf den Port ‘Sonic Foundry MIDI Router’.
Dadurch ergibt sich nun die Möglichkeit, den MIDI-Ausgang eines DOS-Programmes an ein Windows-Programm zu schicken, welches den virtuellen MIDI-Port wiederrum als Eingang akzeptiert.
Somit kann man in Sequenzer Plus Tracks einspielen, und diese dann mit einem Windows-Sequenzer per MIDI aufzeichnen.
Durch den Support von MIDI-Sync über das virtuelle MIDI-System ist das automatische Mit-Starten bei der Aufnahme auch kein Problem.

Der alte DOS-Sequenzer mit seinen Vorzügen der Schnelligkeit und Intuitivität kann also wieder verwendet werden, um ideengebende Phrasen oder Patterns zu spendieren…

Ob sich das Ganze als wirklich brauchbar erweist, wird sich bald zeigen. Die ersten Tests wirken schon recht überzeugend… vielleicht gibt es ja demnächst bald Klangmaterial dazu…

Samstag, 10. Februar 2007

Bundesvision-Songcontest

Kategorie: Musik – netandif – 00:37 | 148 mal aufgerufen

Der ‘Bundesvision-Songcontest’ ist beendet. Sieger wurde aber meiner Meinung nach nicht eine Gruppe, die die beste musikalische Darbietung abgeliefert hat.
Vielmehr sind unter den ‘Verlierern’ Musiker und deren Stücke, die meines Erachtens von viel mehr Kreativität, Ausstrahlung und Wärme zeugen.
Es ist eigentlich völlig unwichtig, wer diese Veranstaltung gewonnen hat. Es musste halt ein Sieger bestimmt werden, irgendeine Entscheidung musste fallen.
Interessant auch die Aussage des Band-Leaders von ‘Oomph!’, der die Gruppe aus Berlin (’Mia’) sehr lobte und davon ausging das diese auf Platz 1 landen würde.
Ich persönlich habe für Kim Frank gestimmt, da er für mich Musik macht die unter die Haut geht.

Wie auch immer. Es wurde bei dieser Veranstaltung ne Menge guter Musik präsentlert…

Irgendwann während der Sendung wurde mitgeteilt, dass man die Songs preisgünstig downloaden könne. Leider habe ich mir den Link nicht gemerkt…

Samstag, 9. Dezember 2006

Soundtimes - wer, was, wie und warum

Kategorie: Musik – netandif – 11:14 | 215 mal aufgerufen

Die Freude am (hobbymäßigen) Produzieren von elektronischer Musik gehört seit den späten Achtzigern zu meinen Möglichkeiten, kreativem Potential Ausdruck zu verleihen. Dass ich seit einiger Zeit nicht mehr so umfangreich soundtechnisch tätig bin, mag mehrere Gründe haben. Aber das ist ein anderes Thema. Wie auch immer, ein guter Bekannter von mir der seit einigen Jahren in stetig hohem Umfang Musik aus dem Bereich Elektro / Minmal House produziert, bewegte mich vor ca. 1 1/2 Jahren dazu, eine Web-Präsenz zu realisieren die folgende Möglichkeiten bieten sollte:

  • Erstellen von Alben und Hochladen von Tracks
  • Darstellung der Alben in Form von Releases in chronologischer Auflistung
  • Hinzufügen von Album-Covers und Beschreibungen
  • Streamen und Downloaden einzelner Tracks
  • Kommentieren zu den Tracks

Was ich persönlich noch als wichtig erachtete:

  • Technisch gute Lösung für das Streaming und Downloaden
  • Künstler-Verwaltung mit eigenem Login und Upload-Möglichkeit
  • System für News, Künstler-Infos und Bilder (z.B. von Live-Events usw.)

Was sich später noch als erforderlich herauskristallisierte:

  • chronologische Darstellung der Alben mit Release-Nummern
  • vom Design her eher in Richtung Weblog gehend
  • minimalistischer Aufbau, keine unnötigen Spielereien wie Charts und Playlists

Die technisch beste Vorraussetzung bietete meiner Erfahrung nach ‘Jinzora’, dem vor einiger Zeit auch noch das ehemalige Projekt ‘NetJuke’ hinzugefügt wurde. Damit wurden zwei technisch fortgeschrittene Streaming-Lösungen verschmolzen. Jinzora ist heute ohne Zweifel die beste Lösung in diesem Bereich.
Doch was ist eigentlich das Konzept von Jinzora, wo liegen dessen Stärken und Schwächen?
(mehr…)

Freitag, 27. Oktober 2006

SoundTimes final Design

Kategorie: Musik – netandif – 17:37 | 156 mal aufgerufen
Final SoundTimes
Final SoundTimes

Aufgrund eindringlicher Bitten ;-) habe mich besonnen, und das SoundTimes-Design nochmal komplett überarbeitet. Nun ist es eher minimalistisch, hat aber seine Funktionen trotzdem behalten…

Mittwoch, 4. Oktober 2006

SoundTimes neu aufgesetzt

Kategorie: Musik – netandif – 20:11 | 126 mal aufgerufen

New SoundTimesNachdem SoundTimes längere Zeit als iframe in CornBlogs lief, habe ich nun den Spiess umgedreht.
Die neue Jinzora Version 2.6.1 hat deutlich weniger Bugs und die Spezial-Funktionen sind mittlerweile nahezu ausgereift.
Deshalb läuft SoundTimes nun komplett auf der Basis von Jinzora, wobei der SoundTimes-Blog dennoch minimalisiert als iframe integriert wurde, da die News- und Community-Funktionen von Jinzora nicht so umfangreich sind.
Des weiteren wurde die Hierarchie von SoundTimes umgestellt auf die ‘Artist->Album->Track’ - Form. Daraus ergibt dich der weitere Vorteil, dass den Artists nun Home-Verzeichnisse zugewiesen werden können.
Desweiteren ist nun endlich die Verlinkung auf einzelne Alben oder Tracks möglich, was wohl dem einen oder anderen SoundTimes-Freund ein grosses Anliegen war.

http://www.soundtimes.de

Benachrichtigung bei neuen Beiträgen