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Samstag, 7. Januar 2012

Kurztest DJ Software

Category: Musik,Software – netandif – 12:21 | 25 mal aufgerufen

Seit einiger Zeit ist der Computer als Plattform für virtuelles DJ’ing, also das ‘Auflegen’ und Mixen von Musik, konkurrenzfähig zum althergebrachten Jonglieren mit Vinyl-Scheiben geworden.
Für das private Vergnügen zuhause will aber nicht jeder gleich tief in die Tasche greifen und 100€ oder mehr investieren.
Ob der Grat zwischen den Möglichkeiten kostenloser Versionen und ausgereifter kommerzieller Software so hoch ist, dass man um eine Investition nicht herum kommt, wollte ich herausfinden.

Folgende Software habe ich getestet:

- UltraMixer Free
- VirtualDJ Home Free
- Zulu DJ-Software
- Mixxx
- Traktor 2 LE

In den Kurztest sind folgende Merkmale eingeflossen:

- Optik und Skalierbarkeit der Oberfläche
- Möglichkeiten der Audio-Konfiguration
- Qualität der BPM-Synchronisation
- Aufnahme-Fähigkeiten
- zusätzliche Features

UltraMixer

UltraMixer

Das Programm UltraMixer 2 wirkt von der Oberfläche her schlicht, aber nicht unangenehm. Das Programm-Fenster hat 1024×768 Pixel Größe und ist über die Wahl eines anderen Skins an die verwendete Auflösung anpassbar. Dabei werden jedoch die Bedienelemente skaliert, was die Darstellung verschwommen macht. Ansonsten ist die Bedienbarkeit gut, besonders die ein- und ausblendbaren Funktionsfenster sind sehr praktisch.
Nervig beim Start der Freeware Version ist eine 30 Sekunden lange Wartezeit. Erst danach ist das Programm verwendbar.

Die Audio-Einstellungen bieten keine ASIO Unterstützung, lediglich DirectX wird angeboten.

UltraMixer Settings

Die Tempo-Synchronisation von UltraMixer findet in der Freeware Version einzig manuell statt, es gibt keine Automatik-Funktion. Gerade Einsteiger werden dadurch am Anfang nur mittelmäßige Ergebnisse erzielen.

Eine interne Aufnahme des erstellten Mix’ ist in der Freeware-Version von UltraMixer nicht möglich.

Die Effekt-Sektion des Programms weist für die beiden Decks je einen Equalizer für Bässe, Mitten und Höhen auf.

Eine Darstellung der Wellenformen der geladenen Tracks, wie sonst üblich, gibt es bei UltraMixer leider nicht. Was ich absolut nicht verstehen kann, da dies eigentlich ein Muss ist.

VirtualDJ

VirtualDJ

VirtualDJ Home Free nennt sich die kostenlose Version, die mit einer ansprechenden Oberfläche aufwartet und äußerst schnell startet.
Das Programmfenster ist in der Größe frei veränderbar, es werden jedoch auch hier wieder die Bedienelemente grafisch skaliert, was wieder zu einer leichten Unschärfe führt.

Die Audio Konfiguration ist zwar mit kleinen Bildchen versehen und erleichtert die richtige Wahl der gewünschten Kombination von Lautsprecher und Kopfhörer, falls vorhanden. In den erweiterten Einstellungen findet sich auch die Unterstützung von ASIO-Treibern. Die Performance von ASIO-Treibern hilft bei nicht ganz so schnellen Systemen oft gegen sogenannte ‘Dropouts’ oder verzerrte Wiedergabe. Allerdings scheint der erweiterte Modus in der Free Version nur eingeschränkt nutzbar zu sein, sprich hier möchte der Hersteller dass man für diese Möglichkeit die Vollversion erwirbt und deaktivert nach 10 Minuten die erweiterten Audio-Einstellungen. Somit muss man sehen, ob die Standard Soundkarten-Treiber von der Performance her ausreichen, oder man hier das Geld in die Pro-Version investieren muss.

VirtualDJ Settings

Die Tempo-Synchronisation ist vorbildlich zu nennen. Die Tracks werden nach dem laden schnell analysiert und das Drücken des Sync-Tasters führt zu brauchbaren Ergebnissen. Der Startpunkt der Tracks muss wie bei allen anderen Programmen zunächst überprüft bzw. eingestellt werden, jedoch erleichtert dies die Anzeige der Wellenformen über die ganze Breite des Programmfensters diese Arbeit erheblich.

Die Aufnahme-Funktion von VirtualDJ ist unkompliziert und funktioniert einfach sofort. So soll es sein. Sogar eine CD-Brenn Funktion ist integriert (es wird ein CD-Image erstellt), sowie die Möglichkeit, den Mix direkt aus dem Programm heraus im Netzwerk als Podcast bereit zu stellen.

Das Programm wartet mit diversen Effekten auf, die weit über Reverb, Delay und Flanger hinausgehen. Sogar Video-Effekte sind mit dabei, wobei ich die Video-Funktionalität nicht getestet habe.

Zulu

Zulu

Das Programm ‘Zulu DJ-Software’ in der kostenlosen Basis-Version hat eine schlichte grafisch Oberfläche, die aber nicht unbedingt hässlich wirkt. Ein Pluspunkt ist schonmal, dass das Programmfenster frei skalierbar ist. Dies scheint die simple grafische Gestaltung möglich zu machen, dafür wird auf hochauflösende Bedienelemente von vornherein verzichtet.

Die Audio-Einstellungen lassen die Auswahl von ASIO-Treibern zu und erscheinen zweckmäßig und leicht verständlich. Gut so.

Zulu Settings

Eine BPM-Synchronisation ist zwar vorhanden, die Erkennung benötigt aber sehr viel Zeit. So dauert es bis zu zwei Minuten, bevor ein geladener Track synchronisiert werden kann. Jedoch zeigte die Tempo-Erkennung bei meinen Tests keine sinnvollen Ergebnisse. Man muss also das Tempo doch wieder manuell anpassen.

Eine simple Aufnahme-Möglichkeit ist bei Zulu vorhanden. Diese erstellt eine WAV-Datei.

Das Programm Zulu bietet je einen 3-Band EQ sowie 6 verschiedene Effekte pro Deck.

Mixxx

Mixxx

Die DJ-Software Mixxx wartet mit einem schicken Design auf. Die Oberfläche ist in den Einstellungen auf die verwendete Auflösung anpassbar, eine freie Skalierung ist nicht möglich. Jedoch sieht das Programm in jeder gewählten Größe gleich gut aus, und der Nachteil dass der Track-Browser nicht in der Größe veränderbar ist, relativiert sich dadurch.

Die Audio-Konfiguration von Mixxx ist sehr flexibel, auch eine ASIO-Unterstützung fehlt nicht.

Mixxx Settings

Die Tempo-Synchronisation ist bei Mixxx hervorragend und zügig implementiert, selbst als Anfänger findet man schnell Spaß daran, Tracks taktgenau einzuspielen. Es geht leicht von der Hand. Lediglich bei Musik mit wenig oder leisem Schlagzeug versagt die BPM-Erkennung, was aber verschmerzbar ist. Zumal die Zielgruppe ja eher die Freunde tanzbarer Musik sein werden ;)

Die Aufnahme-Funktion von Mixxx ist simpel aber funktional. In den Einstellungen hat man die Möglichkeit, MP3, WAV oder OGG zu wählen und auch die Qualität ist einstellbar. Über die ‘R’ Taste kann die Aufnahme schnell gestartet und gestoppt werden.

An Effekten bietet das Programm lediglich Delay und LFO, sowie den obligatorischen 3-Band EQ für Bässe, Mitten und Höhen. Diese funktionieren jedoch erstaunlich gut und greifen überzeugend in das Soundgeschehen ein.
Mixxx stellt auch noch ein paar erweiterte Funktionen, die die Verwaltung von Tracks betreffen, bereit. Außerdem ist eine ‘Auto DJ’ Funktion vorhanden, die aus zuvor ausgewählten Tracks selbstständig einen Mix erstellt. Eine ähnliche Funktion beinhalten auch die anderen Programme, jedoch scheint diese hier besser gelöst zu sein.

Traktor

Traktor

Zu guter Letzt gehe ich noch kurz auf das kommerzielle Programm ‘Traktor 2 Pro’ ein, dessen Vollversion für 30 Tage getestet werden kann. Außerdem ist eine abgespeckte Version namens ‘Traktor 2 LE’ verfügbar, jedoch nur im Bundle mit einem Native Intruments Audio Interface. Nachteil der LE Version ist, dass sie keine Aufnahmemöglichkeit bietet. Was ich sehr schade finde, denn ansonsten wäre das Programm eine echte Alternative zu den kostenlosen Konkurrenten.

Außer Konkurrenz steht Traktor 2 jedoch in Bezug auf die optische Erscheinung. Diese ist absolut vorbildlich, wenn auch im Vergleich zu den anderen etwas überladen wirkend.

Wie nicht anders zu erwarten, unterstützt Traktor auch ASIO Treiber. In Zusammenhang mit beispielsweise dem USB Audio-Interface ‘Traktor 2 Audio’ kann von Plug and Play gesprochen werden, denn hier ist nichts falsch zu machen.

Die Tempo-Synchronisation funktioniert bestens und geht wie von selbst. Einsteiger erzielen sofort ein brauchbares Ergebnis. Im Vergleich zu Mixxx dauert allerdings das Analysieren der Tracks etwas länger.

Die Effekt-Abteilung lässt nicht zu wünschen übrig und die Verwaltung von Playlists sowie die Auto-DJ Funktion überzeugen absolut.

Lediglich der Preis der Pro-Version von knapp 200€ wirkt etwas übertrieben. Jedoch erhält man dafür 4 Audio Decks sowie die Unterstützung von Loop Recording und eigene Sample-Decks.
Reichen einem 2 Audio-Decks aus und man kann auf die erweiterten Loop-Funktionen verzichten, so bietet sich noch die Version ‘Traktor Duo’ an, welche dann aber immer noch die Aufnahme-Funktion sowie eine Basis-Unterstützung von Samples bietet. Diese Version ist für ca. 120€ erhältlich. Ein Upgrade von der LE Version zum Reduzierten Preis möglich.

Fazit

Das eine oder andere Freeware Programm kann trotz seiner Einschränkungen vollkommen ausreichen, um die eigenen DJ-Fähigkeiten auszuloten. Für Fortgeschrittene bietet sich das Programm ‘Mixxx’ an, welches komplett kostenlos ist, sich aber gleichzeitig von der Konkurrenz in manchen Bereichen abhebt.
Möchte man aber über das reine Erstellen und Aufnehmen von Mixes hinausgehen, und beispielsweise mehr Effekte sowie Sample-Unterstützung haben, muss man Geld investieren.
Eine günstige Möglichkeit bietet der Erwerb eines Audio-Interfaces von NI, mit dem man Traktor LE im Bundle erhält. Jedoch muss man dann auf die integrierte Aufnahmen-Möglichkeit verzichten oder später auf Traktor Pro upgraden.
Sehr empfehlenswert ist auch das Programm VirtualDJ, welches in der Free Version einen Vorgeschmack auf die nicht unerheblichen Features der Vollversion zeigt, ohne dabei auf essentielle Funktionen zu verzichten. Die Vollversion schlägt allerdings mit knapp unter 300€ noch massiver zu Buche, als Traktor Pro.

Links:

UltraMixer (http://www.ultramixer.com)
VirtualDJ (http://de.virtualdj.com)
Zulu (http://www.nch.com.au/dj/de/index.html)
Mixxx (http://www.mixxx.org)
Traktor (http://www.native-instruments.com/#/products/dj/traktor)

Dienstag, 22. Februar 2011

Amarok 2.4 Ubuntu 10.10

Category: Linux,Software – netandif – 22:13 | 28 mal aufgerufen

Kürzlich ist die Version 2.4 des Musik-Players für KDE, Amarok, herausgegeben worden.
In den Paketquellen von Ubuntu 10.10 Maverick ist aber noch die Version 2.3 verfügbar.
Mit folgender Anleitung kann die entsprechende Paketquelle hinzugefügt werden, um Amarok 2.4 untere Ubuntu oder Kubuntu 10.10 installieren zu können:

Ein Konsole- / Terminal-Fenster öffnen und folgendes eingeben:

sudo add-apt-repository ppa:kubuntu-ppa/backports
sudo apt-get update
sudo apt-get  install amarok

Beim ersten Starten nach dem Update ist gleich mal ein neuer, hübscher Splash-Screen aufgefallen:
Amarok 2.4 Splash

Ansonsten sieht der Amarok nicht anders aus als vorher. Was aber keine Rolle spielt, denn man kann ja anpassen ohne Ende wenn man denn will.
Die Änderungen sind wohl unter der Haube erfolgt, wie sich mir auf Anhieb durch ein performanteres Starten und allgemeines Reagieren des Programms erschliesst.

Amarok 2.4 Einstellungen

Abschliessend muss ich sagen, dass Amarok mittlerweile wieder der beste Musik-Player unter Linux ist. Es hat vielleicht nur etwas Zeit gebraucht, bis die 2. Generation des Players an die Größe von Amarok 1.x herangereicht bzw. diese sogar an Flexibilität übertroffen hat.

Quellen / Links:
Install Amarok 2.4 ubuntu 10.10 | Fedora | Unixmen
Amarok Homepage

Dienstag, 29. Dezember 2009

SeaMonkey Browser: Toolbar Icons

Category: Software,Web – netandif – 10:30 | 957 mal aufgerufen

Wer sich fragt, warum im SeaMonkey Browser keine Symbole in der Lesezeichen-Leiste angezeigt werden, findet hier die Lösung:

- about:config in der Adresszeile eingeben
- den Eintrag browser.chrome.load_toolbar_icons suchen
- den Wert von 0 auf 1 (gespeicherte Symbole) oder 2 (alle Symbole) ändern
- SeaMonkey neu starten

Danach sollten wieder alle Symbole für Lesezeichen erscheinen, deren Ziele ein sogenanntes ‘favicon’ besitzen.

Dienstag, 25. August 2009

MS Search Server 2008 Express

Category: Software – netandif – 20:58 | 284 mal aufgerufen

Dieses Produkt mag ja an sich nicht schlecht sein, zumal die Express-Variante kostenlos ist.
Doch es gibt hier ein paar seltsame Dinge.
Einerseits wird im Web behauptet, der Search Server sei Nachfolger von Sharepoint.
Andererseits ist ein Update von Windows Sharepoint Services 3.0 SP2 auf Search Server 2008 Express hier nicht möglich.
In der offiziellen Dokumentation von Microsoft wird die Vorgehensweise für ein Update erklärt, wobei bei der Installation die Frage erscheinen soll, ob die Search Hauptseite auf dem Standard-Port 80 installiert werden soll oder nicht.
Dies ist hier nicht der Fall. Der Konfiguratons-Assisten für Sharepoint Technologien bricht einfach mit der Meldung ab, dass auf Port 80 bereits eine Webseite installiert ist.
Was soll das, frage ich mich nun?

Freitag, 1. Mai 2009

Windows Server, Virtualisierung

Category: Software – netandif – 13:51 | 479 mal aufgerufen

Der Nachfolger von Windows Server 2008 (der ja die Server-Version von Vista darstellt), wird Windows Server 2008 R2 heissen.

Im ersten Moment sieht es so aus, als ob Microsoft hier mit der eigenen Tradition bricht, zu einem neuen Desktop-OS auch immer eine neue Server-Variante zu veröffentlichen.
Jedoch handelt es sich auch bei Windows 7 nicht wirklich im einen neue Version gegenüber Vista, sondern eher um eine ‘R2′. Der Sprung ist nicht so gewaltig wie von XP zu Vista.
Diese Überlegung verdeutlicht sich dadurch, dass es sich beim neuen Server um eine ‘Release 2′ handelt, dieser aber ebenso wie Windows 7 als neues OS vermarktet werden wird. Lediglich die Client-Zugriffslizenzen sind weiterhin gültig, es werden für den Server 2008 R2 keinen neuen Zugrifflizenzen benötigt, wenn man schon Server 2008 Lizenzen besitzt. Meine Meinung: das ist aber auch das mindeste.
Interessant ist aber auch, dass man beim Server 2008 anscheinend das Recht erwirbt, diesen Server 2 mal zu installieren: ein mal auf dem Host-Rechner und einmal in einer virtuellen Maschine.
Beim Windows Server 2008 Enterprise sind es sogar vier erlaubte virtuelle Installationen.
http://www.microsoft.com/germany/windowsserver2008/lizenz.mspx

Der Windows Server 2008 R2 ist als Beta herunterladbar. Auch ein Virtual-Machine Image ist bei Microsoft erhältlich.
http://www.microsoft.com/windowsserver2008/en/us/R2-Beta.aspx

Seit Ende 2008 ist auch die neue Virtualisierungs-Lösung ‘Hyper-V Server 2008′  kostenlos zu haben.
Der Hyper-V Server 2008 kann hier heruntergeladen werden:
http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?displaylang=de&FamilyID=6067cb24-06cc-483a-af92-b919f699c3a0

Zur komfortablen Verwaltung des Hyper-V Server ist allerdings der ‘System Center Virtual Machine Manager 2008′ nötig. Dessen Version R2, welche sich momentan in der Beta-Phase befindet, unterstützt die neuen Features von Windows Server 2008 R2, wie z.B. Live Migration von virtuellen Maschinen.
Der VMM soll neben Virtual Server und Hyper-V Server auch VMware ESX mit Virtual Center verwalten können. Von einem Insider habe ich erfahren, dass die VMware Unterstützung allerdings noch sehr fehlerhaft ist. Patches werden anscheinend sogar über Microsoft Update ausgeliefert.
http://blogs.technet.com/rakeshm/archive/2009/04/15/new-scvmm-2008-qfe-released.aspx

Donnerstag, 26. März 2009

Windows 7 ist besser

Category: Software – netandif – 21:38 | 290 mal aufgerufen

Was soll man sagen. Mit Windows 7 hat Microsoft sich wirklich vorgenommen, kundennäher zu agieren.
Nicht nur, dass sie den Nachfolger von Vista als öffentliche Beta zur Verfügung gestellt haben, nein, sie haben auch noch wirklich gelernt aus den Reaktionen auf Vista.
Nachdem ich die Beta-Version von Windows 7 bereits auf verschiedenen Rechnern sowie virtuellen Maschinen installiert habe, kann ich sagen dass es sich sehr gutmütig verhält, das neue Betriebssystem aus dem Hause Microsoft.
Von Green-PC über Net- und LapTop bis High-End Gaming Maschine übernimmt Windows 7 willig die Kontrolle über die Systemressourcen, und macht daraus scheinbar immer das Beste.
Ein optimiertes Vista, so drängt sich einem der Eindruck auf.  Doch auch unter der Haube scheint sich einiges getan zu haben.
Ein Feature das mir im ersten Moment eher lächerlich vor kam, aber dann durchaus beeindrucken konnte ist die nun integrierte, erweiterte Fehlerbehandlung.

Windows 7 Fehlerbehebungs-Assistent

Windows 7 Fehlerbehebungs-Assistent

Dieser Dialog könnte einem durchaus befremdlich vorkommen.
Aber es handelt sich dabei um einen tatsächlich funktionierendem Mechanismus.
Windows 7 kann sich während des Bootvorgangs im Bedarfsfall neu konfigurieren.

Dass allerdings allerdings der Boot-Loader eines parallel installierten Linux Betriebssystems von Windows 7 als Beeinträchtigung des Startvorgangs und somit als Problem erkannt und beseitigt wird, ist ein anderes Thema...

Sonntag, 25. Januar 2009

Kaffeine: TV-Aufnahmen auf DVD brennen

Category: Linux,Software – netandif – 21:28 | 720 mal aufgerufen

[Update]
Kürzlich habe ich ein Tool entdeckt, welches genau auf die TV-Recordings von Kaffeine (.m2t) zugeschnitten scheint: DVBCut
Mit diesem Programm lassen sich die Aufnahmen von Kaffeine in kürzester Zeit schneiden und in MPEG2 konvertieren. Danach kann man die Dateien problemlos mit DVD-Authoring Tools weiterverwenden.
[/Update]

Mit der TV-Software Kaffeine lassen sich unter Linux kinderleicht Aufnahmen in hoher Qualität erstellen.
Möchte man diese Aufnahmen als Video-DVD brennen, stößt man auf das Problem, dass Brennprogramme mit dem Video-Format nicht zurechtkommen, und ein extrem zeitaufwendiges Neukomprimieren erforderlich wäre.
Doch es gibt eine einfache und schnelle Methode um die Aufnahmen, die von Kaffeine schon in einem Mpeg2-Format gespeichert werden, DVD-kompatibel zu machen.
Dazu benötigt man die beiden Programme ‘avidemux’ und ‘ManDVD’.

Avidemux  lässt sich ganz einfach über den Paktemanager installieren, sofern man die Paketquellen ‘universe’ und ‘multiverse’ aktiviert hat (Ubuntu Linux).
Mandvd ist hier erhältlich: http://www.getdeb.net/app.php?name=ManDVD

Die Schritte:

  • Kaffeine starten und den DVB-Kanal auswählen
  • Im Menü auf DVB -> Configure DVB -> Recording klicken und MPEG_PS als bevorzugtes Format auswählen. Dann noch das Aufnahmeverzeichnis festlegen
  • Die Aufnahme starten
  • Die Aufnahme stoppen (dabei sollte die Ausgabedatei erstellt werden)
  • Kaffeine beenden (oder weiter TV schauen, es wird im weiteren nicht viel CPU-Leistung benötigt)
  • Avidemux starten und die aufgenommene Datei öffnen.
  • Folgende Einstellungen vornehmen: Audio - Kopie, Video - Kopie, Format - MPEG PS (A+V). Es wird hierbei keine Neukodierung von Audio und Video vorgenommen - kein Qualitätsverust! Der Vorgang ist nur notwendig, damit das MPEG Format konform ist.
  • Die Datei speichern und die .mpg Erweiterung verwenden. Danach kann die Aufnahme-Datei von Kaffeine gelöscht werden, um Speicherplatz freizugeben.
  • ManDVD starten
  • Nun kann die Datei zum Projekt hinzugefügt werden, und sie wird nicht neu kodiert!

Original How-To (in englisch): http://ubuntuforums.org/archive/index.php/t-118181.html

Update: ich habe nun ein Tool entdeckt, mit dem das finale Erstellen des DVD-Abbildes noch besser funktioniert als mit ManDVD. Das Programm nennt sich ‘DeVeDe‘, und ist in den Standard-Paketquellen enthalten.
Wichtig hier: beim Hinzufügen der von Avidemux erstellten MPEG-Dateien in DeVeDe einmal in die erweiterten Optionen gehen, und folgendes einstellen: Audio-Optionen->Diese Datei enthält bereits..., sowie Verschiedenes->Diese Datei ist bereits eine...
Dadurch findet kein Neukomprimieren statt, und der ganze Vorgang dauert lediglich ein paar Minuten!

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